Gesundheit

Das perfekte Bett: Wie man sich richtig bettet

Schlafprobleme liegen oft nicht an der Person sondern am Bett. Beim Kauf spielen daher zahlreiche Faktoren wie Matratze und Lattenrost eine wichtige Rolle.

Fünf Faktoren für einen erholsamen, gesunden Schlaf

Das richtige Bett zu finden hängt von verschiedenen Funktionen ab. Neben der Matratze und dem Lattenrost ist vor allem das Bettgestell wichtig. Dazu zählt die Form, Farbe und Material des Bettes. Bei der Form, dem Design und der Bettgröße stehen nicht nur persönliche Vorlieben im Vordergrund, auch die Größe des Schlafzimmers ist entscheidend. Doch beim Bett sollte nicht nur auf die Optik geachtet werden, sondern vor allem auf die Funktion, denn nur wenn beide Aspekte zusammenspielen finde ich das richtig Bett für mich.
Insgesamt geht die Entwicklung immer mehr hin zum individuellen Bett, das auf die persönlichen Ansprüche und den eigenen Körper abgestimmt wird. Dazu wächst die Auswahl an Stoff- und Farbkollektionen stetig an. Als optionale Zusatzausstattung gibt es beispielsweise verstellbare Kopfteile, schwenkbare Tische, integrierte Lichter oder individuell positionierbare Tische für Bücher oder einen Fernseher. Bettrahmen in einer Komforthöhe ermöglichen ein unkompliziertes Ein- und Aussteigen aus dem Bett und eignen sich vor allem für ältere Personen. Die Auswahl an Betten in riesig, doch welches Bett ist nun das beste? Wenn man auf diese fünf Faktoren achtet, findet man bestimmt das perfekte Bett.

1. Matratze

Körpergröße, Gewicht und eventuelle Beeinträchtigungen wie Rückenschmerzen oder ein Hohlkreuz sind bei der Wahl der Matratze zu berücksichtigen. Um Haltungsschäden und Rückenschmerzen zu vermeiden, sollte die Wirbelsäule im Schlaf so abgestützt werden, dass sie ihre natürliche S-Form behält. Wenn man entspannt in einer natürlichen Schlafposition liegt und schmerzfrei aufstehen kann,liegt man richtig und gut. Für eine bequeme Lage im Bett ist eine Matratze günstig, die etwa 20 Zentimeter länger ist als der Schlafende. Bei großen Gewichtsunterschieden oder Rückenproblemen eines der beiden Partner kann es sinnvoll sein, zwei einzelne Matratzen zu kaufen, die zu den jeweiligen körperlichen Erfordernissen passen. Der Kauf von zwei Matratzen ist deshalb sehr sinnvoll, damit alle beide gut im Bett liegen und schlafen können. Wichtig beim Kaufen einer Matratze ist das vorherige Probeliegen. Nur ein Probeliegen auf der Matratze zeigt, ob sie wirklich den individuellen Vorlieben entspricht und komfortabel ist. Dabei darf nicht auf die orthopädischen Aspekte vergessen werden, denn bei Rücken- Schulter oder Nackenschmerzen sollte sich die Matratze vor allem auf die Körperform anpassen. Nach einem ausgiebigen Testliegen kann entschieden werden, welche Matratze die beste ist.
Kaltschaummatratzen speichern viel Wärme und sind deshalb für kälteempfindliche Personen geeignet. Personen, die leicht schwitzen, sollten zu Federkernmatratzen greifen, die für eine gute Belüftung sorgen. Matratzen aus Latex sind besonders für Personen mit stark unterschiedlicher Gewichtsverteilung in den verschieden Körperzonen empfehlenswert, da sie sehr flexibel sind. . Die Matratzen eines Wasserbettes sind mit Wasser gefüllt und passen sich daher auch perfekt an den eigenen Körper an.

Die Matratze muss vorher ausgiebig getestet werden.  SN/bernhard schreglmann
Die Matratze muss vorher ausgiebig getestet werden.


2. Unterlage

Die Unterlage bzw. der Betteinsatz ist wichtig für ein angenehmes Schlafgefühl. Nur wenn die Unterlage zur Matratze passt, ist ein erholsamer Schlaf möglich. Es ist deshalb ratsam, beides zusammen auszuprobieren und zu kaufen. Man kann aber auch auf Bettsysteme zurückgreifen, bei denen Unterlage und Matratze bereits aufeinander abgestimmt sind.

3. Lattenrost

Der Lattenrost unterstützt die Matratze und passt sich den wechselnden Schlafpositionen des Liegenden an. Deshalb ist es wichtig, dass Lattenrost und Matratze gut harmonieren. Manche Lattenroste verfügen über Verstellmöglichkeiten für Kopf- oder Fußteil. Bei Betten mit einer Breite von mehr als 160 Zentimetern empfiehlt es sich, zwei Lattenroste zu nutzen, um eine rückengerechte Unterfederung zu gewährleisten. Zusätzlich kann sich jede Person den Lattenrost selbst verstellen und somit die perfekte Lage im Bett erreichen.

4. Rahmen

Bei einem klassischen Federholzrahmen ist der Liegekomfort umso besser, je höher die Anzahl der Federholzleisten ist. Im Idealfall ist etwa die Hälfte der Bettfläche mit Lamellen ausgefüllt, die andere Hälfte bleibt zur Belüftung frei. Alternativ gibt es Boxspringbetten, die aus einem zusammenhängenden System aus Matratze und Unterfederung bestehen. Die Matratze liegt auf einem gepolsterten Holzrahmen. Das Boxpringbett ist besonders elastisch und fördert die Anpassungsfähigkeit der Matratze an die Körperkonturen. Boxspringbetten sind auch mit höhenverstellbarem Kopf- und Fußteil erhältlich. Diese neuen trendigen Betten stammen aus England sind jedoch auch in Österreich schon sehr beliebt und in vielen Schlafzimmern zu finden. Sie sind in allen Möblehäusern in den verschiedensten Designs, Farben und Höhen erhältlich.

5. Materialien

Baubiologen empfehlen, sich im Schlafzimmer ausschließlich mit gesunden und natürlichen Materialien zu umgeben. Auch bei Österreichs Produzenten von Betten und Schlafsystemen geht die Tendenz eindeutig hin zum Naturbett aus ökologischen und weitgehend naturbelassenen Materialien, teilweise in metallfreier Ausführung, dazu Holz, Naturlatex, Wolle und Kaschmir sowie Baumwolle aus kontrolliert biologischem Anbau. Diese natürlichen Materialien bilden die Basis für einen gesunden Schlaf.

(SN)

Aufgerufen am 20.06.2018 um 01:36 auf https://www.sn.at/panorama/gesundheit/das-perfekte-bett-wie-man-sich-richtig-bettet-357643

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