Gesundheit

Meine Gesundheit 2018

Mit einem umfangreichen Programm setzen die "Salzburger Nachrichten" auch im Jahr 2018 die erfolgreiche Vortragsreihe "Meine Gesundheit" im SN-Saal fort. Medizinerinnen und Mediziner betrachten an acht Abenden verschiedene Krankheitsbilder sowie Therapieansätze und stellen neueste Erkenntnisse aus ihren Fachgebieten vor. Die Themen reichen vom Darm, der immer mehr als wichtiger Dreh- und Angelpunkt für die Gesundheit entdeckt wird, über die Ernährung und die Wiederherstellung von Gelenken bis zur Schwerhörigkeit und der Frage, wie viele Medikamente im Alter tatsächlich notwendig sind.

Alle Veranstaltungen finden im SN-Saal statt und beginnen um 19 Uhr, der Eintritt ist frei. Um Online-Reservierung unter www.sn.at/reservierung oder telefonische Reservierung unter +43 662 / 8373-222 wird gebeten.

Sie haben Fragen zur Veranstaltung oder zum SN-Saal? Bitte senden Sie ein E-Mail an snsaal@sn.at

Hier finden Sie das Programmheft zum Download.


 

Christian Datz
Maria Anna Benedikt

Darm gesund - alles gesund?
Univ.-Prof. Dr. Christian Datz
Maria Anna Benedikt
Dienstag, 6. 2. 2018, 19 Uhr

Aus unvorhersehbaren Gründen mussten sowohl Prof. Christian Datz als auch Diätologin Maria Anna Benedikt den Termin "Darm gesund - alles gesund?" für morgen, Dienstag, 6. Februar, kurzfristig absagen.
Neuer Termin: Dienstag, 20. Februar, 19.00 Uhr, im SN-Saal
Ihre Reservierungen bleiben gültig. Wenn Sie den neuen Termin nicht wahrnehmen können, ersuchen wir Sie wegen der großen Nachfrage die Reservierung zu stornieren und damit den Platz für andere Interessenten freizugeben. Wir bedauern die Unannehmlichkeit und danken herzlich für Ihre Unterstützung.

Das Mikrobiom im Darm ist in den vergangenen Jahren immer mehr in den Mittelpunkt der Gesamtbetrachtung von Gesundheit und Krankheit gerückt. Es gibt eine Darm-Hirn-Achse, die eine starke Interaktion zwischen dem Zustand des Darms und der Gesamtbefindlichkeit eines Menschen bewirkt. Daher wird die Darmgesundheit in Zusammenhang gebracht mit Erkrankungen wie Depression, Demenz oder Parkinson. Bei Schädigung des Mikrobioms durch Infektionen wie Bakterien, Viren, Pilze oder durch Arzneimittel, Nahrungsmittelzusätze, Umweltgifte sowie einseitige Ernährung kommt es zu Darmbeschwerden. Es geht in Zukunft vor allem um die Frage, wie das Mikrobiom in seiner Gesamtheit durch spezifische Ernährung beeinflusst und modifiziert werden kann.

Eine Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie hier.

 


 

Peter Weiler
Elisabeth Kretschmer

Weniger Medikamente im Alter
Prof. Dr. med. Peter Weiler, MSc
Mag. pharm. Dr. Elisabeth Kretschmer, aHPh
Dienstag, 6. 3. 2018, 19 Uhr

Mehr als 60 Prozent der jährlich verordneten Arzneien werden an die Personengruppe der über 60-Jährigen verschrieben. Viele ältere Patientinnen und Patienten nehmen sechs, sieben oder noch mehr Arzneien zu sich - und das täglich. Durch die Einnahme mehrerer Medikamente können sich deren Nebenwirkungen verstärken und vermehrt Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Substanzen auftreten. Die Patientinnen und Patienten sind dann häufig mit "neuen" Beschwerden konfrontiert. Zur Behandlung wird dann wiederum ein zusätzliches Medikament verordnet. Aber ist es überhaupt sinnvoll, ältere Patienten mit den gleichen strengen Richt- und Leitlinien zu beurteilen wie jüngere Personen? Wichtig ist auch die Frage, wie Medikamente richtig eingenommen werden und wie die häufigsten Fehler dabei vermieden werden können.

Eine Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie hier.

 


 

Harald Zeindler
Hedwig Palatin

Wieder mobil werden - Reha bei Rheuma und Gelenksoperationen
Primar Dr. Harald Zeindler
Hedwig Palatin
Dienstag, 10. 4. 2018, 19 Uhr

Rheuma ist keine Diagnose im engeren Sinn und auch keine einheitliche Erkrankung, sondern der Oberbegriff für zirka 400 einzelne Erkrankungen, die zum Teil völlig unterschiedlich in ihrer Ursache, der Art der Symptome, ihrem Verlauf, in ihrer Behandlung und ihren Folgen sind. Ziel der Rehabilitation ist es, Patienten unabhängig von diagnose- und organbezogener Herkunft der Beeinträchtigung die Möglichkeit zu eröffnen, an ihrem bisherigen Leben wieder aktiv teilzunehmen. Die Patienten sollen wieder möglichst ohne fremde Hilfe ein eigenständiges Leben führen, einen Beruf ausüben oder eine Ausbildung absolvieren können. Grundsätzlich sollen Ziel, Beginn und Ende der medizinischen Rehabilitation klar definiert werden. Zur Erreichung des Rehaziels ist die Festlegung eines individuellen Rehaplans erforderlich. Der Rehaplan und somit der Rehaerfolg sind laufend zu überprüfen, damit sichergestellt wird, ob die geplanten Ergebnisse erreicht werden.

 


 

Dietmar Rösler
Karin Hofinger

Nahrungsergänzung - ja oder nein?
DDr. Dietmar Rösler
Mag. pharm. Karin Hofinger
Montag, 7. 5. 2018, 19 Uhr

Trotz der prinzipiell relativ leicht umsetzbaren gesunden Ernährung und der Verfügbarkeit vollwertiger Lebensmittel ernähren sich viele Menschen in der Wohlstandswelt ziemlich ungesund (kalorienreich und mikronährstoffarm). Dies ist Mitursache dafür, dass jede zweite Erkrankung in den Industrieländern als ernährungsbedingt oder ernährungsabhängig gilt. Dabei spricht man schon lang nicht mehr nur von Diabetes, Gicht, Adipositas oder Karies, sondern auch von vordergründig "ernährungsunabhängigen" Störungen wie AD(H)S, Neurodermitis, Rheuma, Krebs oder neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz. Bei vielen ernährungsbedingten Erkrankungen ist es möglich, durch das Erkennen scheinbar nebensächlicher Begleitsymptome Nährstoffdefizite zu finden. Durch den gezielten Ausgleich dieser Defizite wird das gesundheitliche Problem nachhaltig lösbar.

 


 

Lothar Dückelmann
Christoph Thaler

Gelenksschmerzen individuell versorgen - Knie, Hüfte, Hand und Fuß
Dr. Lothar Dückelmann
Dr. Christoph Thaler
Dienstag, 5. 6. 2018, 19 Uhr

Die Ursache von Gelenksbeschwerden kann sehr unterschiedlich sein. Es kann eine Verstauchung oder eine Überbelastung sein, die leicht und einfach zu behandeln ist und rasch wieder vergeht. Es können aber auch schwere Verletzungen sein oder gewesen sein. Die Voraussetzung für eine Behandlung muss stets die eingehende Untersuchung in der Ordination sein. Dabei geht es nicht nur um das betroffene Gelenk, sondern um den Patienten insgesamt, um seine Lebensumstände und Gewohnheiten, seine beruflichen und privaten Belastungen oder auch Hobbys. Der gesamte Bewegungsapparat ist bei dieser Untersuchung im Blick. Die Therapie kann von zu Hause aus erfolgen, im Rahmen eines Klinikaufenthalts oder eines Reha- bzw. Kuraufenthalts. Eine Operation muss immer gut überlegt sein und es muss immer die Relation zwischen der körperlichen Belastung und dem zu erwartenden Gewinn an Schmerzberuhigung und Lebensqualität stimmig sein. Jeder Mensch ist einzigartig, jede Lebensgeschichte ist besonders und jede Behandlung ist es auch. Es geht bei der Therapie von Gelenksschmerzen immer um individuelle Lösungen.

 


 

Gerd Rasp
Karoline Greimel

Besser hören - Schwerhörigkeit, Tinnitus, Implantate
Univ.-Prof. Dr. Gerd Rasp
Dr. Karoline V. Greimel
Dienstag, 3. 7. 2018, 19 Uhr

Schwerhörigkeit hat unterschiedliche Ursachen, vom taub geborenen Kind bis zur allgegenwärtigen Altersschwerhörigkeit. Durch die genetische Diagnostik können wir heute die jeweiligen Ursachen besser erkennen und eine entsprechend darauf abgestimmte Therapie einleiten. So kann es zum Beispiel sein, dass ein Stoff fehlt, der durch Nahrung zugeführt werden kann. Die - rechtzeitige - Versorgung mit Hörgeräten ist in gewisser Weise noch immer ein Tabu. Daher versuchen Menschen, eine beginnende Schwerhörigkeit zu verstecken. Wenn mit einem Hörgerät kein Sprachverständnis mehr erreicht werden kann, wird ein Innenohrimplantat (Cochlea-Implantat) in die Schnecke eingesetzt. Ein Sprachprozessor übernimmt die Funktion, die ein gesundes Ohr mitsamt seinen Haarzellen erfüllt. Tinnitus ist ein Überbegriff für jede Form von Ohrgeräuschen: vom Sinus-Ton nach einem Konzertbesuch bis hin zum chronischen Pfeifen im Ohr.

 


 

Bernhard Paulweber
Gisela Neumann

Gefahr Zucker - Fettleber und andere Folgen
Univ.-Prof. Dr. Bernhard Paulweber
Gisela Neumann
Dienstag, 2. 10. 2018, 19 Uhr

Durch die in den 1980er-Jahren einsetzende massive Zunahme von Übergewicht und Adipositas erleben wir derzeit ein epidemieartiges Ansteigen der Häufigkeit von Typ-2-Diabetes. Die Internationale Diabetes Föderation (IDF) schätzt, dass die globale Zahl von Diabetikern - etwa 90 Prozent davon sind Typ-2-Diabetiker - heute bei etwa 425 Millionen liegt. In den nächsten 20 Jahren wird ein Anwachsen auf über 600 Millionen prognostiziert. Besonders die makrovaskulären Komplikationen dieser Erkrankung - Herzinfarkt, Schlaganfall und Beingefäßerkrankungen - werden nicht nur das Leben unzähliger Menschen gravierend beeinflussen, sondern auch unser Gesundheitssystem vor große Herausforderungen stellen. Aber auch die mikrovaskulären Komplikationen des Typ-2-Diabetes wie die diabetische Augenerkrankung, die Nierenerkrankung als häufigste Ursache für Dialysepflichtigkeit und die Neuropathie werden uns vor große Probleme stellen.

 


 

Wolfgang Völckel
Alexander Schmelz

Gefahr Piste - Wirbelsäule und andere Wintersportverletzungen
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang G. Voelckel, M.Sc., D.E.A.A.
OA Dr. Alexander Schmelz
Dienstag, 6. 11. 2018, 19 Uhr

Skifahren ist durch die verbesserte Pistenqualität einschließlich Kunstschneepisten, aber auch durch ein gänzlich anderes Material zu einer hochtechnischen Sportart geworden. Diese ermöglicht ein äußerst zügiges, rasches Befahren bestens präparierter, zum Teil harter Pisten, aber auch abseits der Pisten im Tiefschnee. Damit ist allerdings auch die Sturzgefahr beträchtlich gestiegen. Denn die sportlichen und konditionellen Voraussetzungen entsprechen nicht immer den erhöhten Anforderungen. Erschwerend ist die immer höher werdende Geschwindigkeit beim Skifahren (Hochrasanztrauma), sodass die früher typischen Verletzungen zum Beispiel an den Beinen (Skischuhrandbruch) weit weniger geworden sind. Dagegen treten zum Teil lebensbedrohliche Verletzungen am Becken wie auch am Schädel auf. Darüber hinaus kommt es vermehrt zu Verletzungen der Wirbelsäule. Diese lösen wie kaum andere Verletzungen große Ängste aus, denn ein "gebrochenes Genick" oder ein "gebrochenes Rückgrat" bedeuten vielfach bis heute zum Teil schwere Lähmungen bzw. auch tödliche Verletzungen. Die Medizin hat aber an allen Stationen eines solchen Unfallereignisses große Fortschritte gemacht.

Hier finden Sie auch die Vortragsreihe 2017 im Rückblick.

 

 

 

Quelle: SN

Aufgerufen am 21.08.2018 um 09:21 auf https://www.sn.at/panorama/gesundheit/meine-gesundheit-2018-22974367

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