Osteoporose vermindert die Lebensqualität

Osteoporose ist eine der am häufigsten vorkommenden Arten von Knochenbrüchen. Mittlerweile gibt es erfolgreiche Therapiemöglichkeiten.

Aufgrund der Hormone und einer geringeren Knochendichte sind besonders ältere Frauen von Osteoporose betroffen.  SN/shutterstock
Aufgrund der Hormone und einer geringeren Knochendichte sind besonders ältere Frauen von Osteoporose betroffen.
Die Osteoporotische Wirbelkörperfraktur tritt bei etwa zehn Prozent der Frauen über 55 Jahren auf. Um das 80. Lebensjahr steigt die Häufigkeit auf über 40 Prozent. Meist sind die mittlere Brustwirbelsäule und der Übergang zwischen der Brustwirbelsäule und der Lendenwirbelsäule betroffen.

Schmerzen im Rücken, verminderte Beweglichkeit und Einschränkungen bei Alltagstätigkeiten und eine deformierte Wirbelsäule - je nach Art und Schweregrad des Bruches sind die auftretenden Beschwerden dabei unterschiedlich stark ausgeprägt.

Osteoporose: Ursache und Symptome

Osteoporotische Brüche der Wirbelsäule entstehen nicht zwangsläufig durch einen Sturz, sondern können auch bei Alltagsaktivitäten auftreten (z. B. Verhebeverletzungen). Über die Hälfte der Frakturen können jedoch keinem bestimmten Ereignis zugeordnet werden.

Die Symptome einer osteoporotischen Wirbelkörperfraktur sind unterschiedlich. Die meisten Patienten sind nahezu schmerzfrei, während andere über schwerste, gürtelförmig ausstrahlende Schmerzen klagen. Obwohl viele Patienten bereits nach wenigen Monaten konservativer Therapie schmerzfrei werden, leiden andere auch nach Jahren unter anhaltenden Spannungsschmerzen.

Durch Osteoporose kann sich die Körperform verändern: Die Rumpfhöhe kann sich verkürzen, ein Buckel bilden und ein so genannter "Osteoporosebauch" auftreten. Dadurch können die Funktionen von Lunge und Darm beeinträchtigt werden und Einbußen im Selbstwertgefühl sowie der Lebensqualität auftreten.

Behandlungsmethoden von Osteoporose

Während einfache Frakturen konservativ behandelt werden können, z. B. durch Ruhigstellung mittels Korsett oder Muskelaufbautraining, müssen komplexe Brüche der Wirbelkörper operiert werden. Hierfür stehen heute moderne OP-Verfahren zur Verfügung, wie etwa die Kyphoplastie oder die Vertebroplastie. Dabei werden die eingebrochenen Wirbel durch den Einsatz von Knochenzement in einem schonenden Eingriff aufgerichtet und so die Belastbarkeit der Wirbelsäule wieder hergestellt.

In manchen Fällen kommt es durch das Bersten einer oder mehrerer Wirbelkörper im Zusammenhang mit dem osteoporotischen Umbauprozess zu einem völligen Verlust der Knochenstruktur. In diesen Fällen ist es möglich, durch aufwändigere Operationen die Tragfähigkeit der Wirbelsäule wieder herzustellen und somit den Patienten die Wiederaufnahme alltäglicher Aktivitäten zu ermöglichen.

(SN)

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