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13 Menschen bei Polizeieinsatz in Favelas von Rio getötet

Bei einem Polizeieinsatz in einem Armenviertel der brasilianischen Metropole Rio de Janeiro sind mindestens 13 Menschen getötet worden. Insgesamt 14 Menschen aus drei Favelas seien am Freitag mit Schussverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden, 13 von ihnen seien gestorben, berichteten die Gesundheitsbehörden.

Die Militärpolizei erklärte im Kurzbotschaftendienst Twitter, dass zwölf "Kriminelle" von Schüssen getroffen worden seien. Der Einsatz habe in den Favelas von Fallet, Fogueteiro und Coroa stattgefunden. Diese befinden sich in der Nähe des berühmten Künstlerviertels Santa Teresa.

Die Sicherheitskräfte seien in den Favelas beschossen worden, es sei zu Zusammenstößen gekommen, hieß es in einer Erklärung der Polizei. Nach Beendigung der Schusswechsel seien die Verletzten in ein Krankenhaus gebracht worden.

Nach Behördenangaben wurden bei dem Einsatz drei Sturmgewehre, zwölf Pistolen und sechs Granaten sichergestellt. In einem Video, das die Lokalzeitung "O Dia" auf ihrer Website veröffentlichte, war zu sehen, wie Polizisten Körper in den Kofferraum eines Autos laden. Örtlichen Medien zufolge hatte seit Mittwoch ein Konflikt zwischen zwei Drogenkartellen in den Favelas gewütet.

In den Armenvierteln Rios kommt es häufig zu Schusswechseln während Polizeieinsätzen oder Konflikten zwischen Drogenbanden. Rund ein viertel der sechs Millionen Einwohner Rios lebt in einer Favela.

Quelle: Apa/Ag.

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