International

14 Häftlinge während Transports in Tadschikistan vergiftet

14 Häftlinge sind während eines Gefangenentransports in Tadschikistan vergiftet worden. Das Justizministerium verdächtigt laut einer Mitteilung von Montag einen Mitinsassen, sie mit vergiftetem Brot umgebracht zu haben. Ärzte konnten zwei der 16 Betroffenen das Leben retten.

Mehr als 100 Häftlinge, darunter acht Frauen, sollten am Sonntag von Gefängnissen im Norden des Landes in Haftanstalten im Süden verlegt werden. Während einer Pause habe ein Insasse an eine Gruppe von 16 Gefangenen Brot verteilt, heißt es in der Mitteilung, die die staatliche Presseagentur Chowar veröffentlichte. Eine halbe Stunde später klagten die Insassen demnach über Übelkeit sowie Schwindel und mussten sich erbrechen.

Im Mai waren bei einem Gefängnisaufstand nahe der Hauptstadt Duschanbe 32 Menschen getötet worden, darunter drei Gefängniswärter. Die Behörden machten die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) dafür verantwortlich. Tadschikistan ist die ärmste der ehemaligen Sowjetrepubliken. Seit 1992 wird es autoritär von Staatschef Emomali Rachmon regiert.

Quelle: Apa/Ag.

Aufgerufen am 22.08.2019 um 12:33 auf https://www.sn.at/panorama/international/14-haeftlinge-waehrend-transports-in-tadschikistan-vergiftet-73138429

Schlagzeilen