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2.228 Corona-Tote in 24 Stunden in den USA

In den USA ist innerhalb von 24 Stunden die weltweite Rekordzahl von mehr als 2.200 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Laut einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität vom Dienstagabend (Ortszeit) starben seit dem Vortag 2.228 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Dennoch will US-Präsident Donald Trump eine Lockerung der Maßnahmen.

US-Präsident Trump kündigt Lockerung der Maßnahmen an SN/APA (AFP)/MANDEL NGAN
US-Präsident Trump kündigt Lockerung der Maßnahmen an

Die Gesamtzahl der Todesopfer durch das Coronavirus in den USA stieg damit auf mehr als 25.700. Zuletzt hatte eine leichte Abschwächung bei den Todesfällen in den USA Hoffnungen geweckt. Zwei Tage in Folge hatte die Johns-Hopkins-Universität einen Rückgang bei den neuen Todesfällen verzeichnet.

Währenddessen stellte US-Präsident Donald Trump eine abgestufte und baldige Lockerung der Corona-Beschränkungen in Aussicht. Einige Bundesstaaten könnten schon vor Monatsende ihre Beschränkungen des öffentlichen Lebens wieder aufheben, in anderen schwerer betroffenen Staaten werde es wohl länger dauern, sagte Trump am Dienstagabend (Ortszeit) im Garten des Weißen Hauses.

Die neuen Richtlinien dafür würden in Kürze veröffentlicht, erklärte Trump. Die Entscheidung liege dann bei den Gouverneuren der Bundesstaaten. Die Sicherheit und Gesundheit der Menschen gehe bei der Aufhebung der wegen der Coronavirus-Epidemie erlassenen Beschränkungen vor, sagte Trump. In weiten Teilen des Landes gebe es bisher kaum Probleme mit dem Coronavirus. Die Zahlen der bestätigten Neuinfektionen und Todesfälle "beginnen runterzugehen", sagte der Präsident.

Die von der Regierung in Washington seit Mitte März empfohlenen Schutzmaßnahmen gelten derzeit noch bis Ende April. Trump will die Beschränkungen möglichst bald wieder lockern, um den bereits dramatischen Einbruch der amerikanischen Wirtschaft abzubremsen.

Die Stadt New York zählt nach Angaben der zuständigen Behörde bei den Todesopfern jetzt auch Verdachtsfälle mit. Es handle sich um über 3.700 Personen, die nie auf Covid-19 getestet wurden, aber wahrscheinlich an der vom Coronavirus ausgelösten Krankheit gestorben sind, teilte das Gesundheitsamt der Metropole am Dienstag mit.

Damit belaufe sich die Zahl der Todesopfer in New York City seit dem 11. März nun auf mehr als 10.000. Bisher hatte New York knapp 6.600 Todesfälle durch das neuartige Coronavirus gemeldet.

Bereits vergangene Woche hatte der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio eingeräumt, dass die offizielle Todesfall-Statistik mutmaßlich unvollständig ist. Demnach wurden Menschen, die zu Hause starben, nicht als Todesopfer durch das Coronavirus gezählt, selbst wenn dies wahrscheinlich die Todesursache war.

Der Bundesstaat New York ist das Zentrum der Pandemie in den USA. Vor Bekanntwerden der zusätzlichen 3.778 Todesfälle in New York City waren in dem gleichnamigen Bundesstaat knapp 11.000 Corona-Tote registriert worden.

In Großbritannien starben binnen 24 Stunden weitere 761 Menschen in Krankenhäusern nach einer Infektion mit dem Virus. Damit verlangsamte sich der Anstieg im Vergleich zum Vortag etwas, wie das britische Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Am Dienstag waren noch 778 neue Corona-Tote gemeldet worden. Insgesamt sind damit bisher 12.868 Menschen im Vereinigten Königreich nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Die tatsächliche Zahl dürfte noch höher liegen, da die in Altersheimen am Coronavirus gestorbenen Menschen durch die britischen Behörden nicht erfasst werden.

In Italien sank die Zahl der täglich gemeldeten Todesopfer am Mittwoch wieder. 578 Todesfälle wurden innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, womit die Gesamtbilanz der Verstorbenen seit Beginn der Ausbreitung in Italien auf 21.645 Opfer anwuchs, wie der italienische Zivilschutz mitteilte. Die Zahl der Gesamtinfizierten stieg auf 105.418, wobei die Zahl der Neuinfektionen mit 1.027 binnen eines Tages auf dem niedrigsten Stand seit Ausbruch der Epidemie lag.

Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen überschritt der Johns Hopkins Universität zufolge die Marke von zwei Millionen. Das geht aus Daten der US-amerikanischen Hochschule in Baltimore vom Mittwochvormittag hervor. In Folge der Pandemie wurden Universität zufolge weltweit bereits mehr als 128.000 Corona-Tote verzeichnet. Die Zahl der bekannten Infektionen pro Land lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer nur begrenzt vergleichen. Zu beachten ist auch die jeweilige Bevölkerungsgröße eines Landes.

Quelle: Apa/Ag.

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