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23 Menschen bei Angriff von Viehdieben in Nigeria getötet

Bewaffnete Viehdiebe haben beim Angriff auf ein Dorf im Norden Nigerias 23 Menschen getötet. Unter den Opfern der Attacke vom Freitag seien auch Mitglieder einer Miliz, die das Dorf im Bundesstaat Zamfara gegen die Angreifer verteidigen wollten, sagte ein Vertreter der Regionalregierung am Sonntag. Die Polizei gab die Zahl der Toten mit 15 an.

"Sie setzten unsere Häuser in Brand und zündeten einige ihrer Opfer bei lebendigem Leib an", sagte der Regierungsvertreter. Anschließend seien die Angreifer geflohen. Bereits einige Stunden zuvor sei die Bande erstmals in das Dorf eingedrungen und habe mehrere Rinder mitgenommen. Die Dorfmiliz habe die Angreifer zunächst in die Flucht geschlagen und die gestohlenen Tiere zurückgebracht. Daraufhin seien die Viehdiebe mit Verstärkung zurückgekehrt.

Ländliche Kommunen in Zamfara werden seit Jahren von Viehdieben und Entführer-Banden heimgesucht, die in den Dörfern töten, plündern und brandschatzen. Als Reaktion haben viele Gemeinden Selbstverteidigungstruppen gebildet, denen jedoch ebenfalls Verbrechen vorgeworfen werden, etwa die Ermordung mutmaßlicher Viehdiebe. Erst vor einem Monat waren bei Kämpfen zwischen Viehdieben und lokalen Milizen in Zamfara 13 Menschen getötet worden.

Quelle: Apa/Ag.

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