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70 Tote nach Zyklon "Idai" in Simbabwe

Nach einem schweren Tropensturm und heftigen Überschwemmungen im Osten Simbabwes ist die Zahl der Toten auf 70 gestiegen. Hunderte weitere Menschen gelten noch als vermisst, wie Minister July Moyo am Montag sagte. Die meisten Opfer waren in der Provinz Manicaland zu beklagen. Es sei schwierig, Hilfsgüter in die am schlimmsten betroffenen Orte zu bringen, weil Brücken und Straßen überflutet seien.

Der Zyklon "Idai" stieß in der Nacht auf Freitag mit Windböen von bis zu 160 km/h vom Indischen Ozean her kommend im Zentrum Mosambiks auf Land. Der Zyklon hatte die Stärke vier von fünf. Es kam zu Sturmfluten und schweren Regenfällen. Der Sturm schwächte sich über Land ab und zog weiter ins nahe Simbabwe, wo es zu Überschwemmungen kam. Die Regierung hat den Notstand ausgerufen.

In Mosambik kamen infolge des Sturms mindestens 68 Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt und Tausende obdachlos. Die Küstenstadt Beira mit rund 500.000 Einwohnern ist seit Donnerstagabend ohne Strom und Kommunikationsnetz. 90 Prozent der Gebäude in der Stadt und ihrer Umgebung seien beschädigt oder zerstört, teilte das Rote Kreuz am Montag mit. Das Ausmaß der Zerstörung in Beira sei "gewaltig und entsetzlich", erklärte das Rote Kreuz. In der Stadt, in der rund 530.000 Menschen leben, seien Straßen komplett zerstört und Kommunikationswege abgeschnitten. Am Sonntag konnte zumindest der Flughafen wieder geöffnet werden.

Helfer warnen, dass das Ausmaß der Schäden immer noch nicht absehbar sei. Das Welternährungsprogramm (WFP) will in der Unglücksregion in Kürze rund 600.000 Menschen mit Nahrungsmittelhilfe unterstützen.

Karte mit Zugbahn des Zyklons. SN/APA
Karte mit Zugbahn des Zyklons.
Quelle: Apa/Dpa

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