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Abrechnungen unter Angehörigen von Kotor-Mafia fortgesetzt

Die blutigen Abrechnungen unter Angehörigen zweier verfeindeter Clans in der montenegrinischen Küstenstadt Kotor gehen weiter. In Kotor wurde vor seiner Wohnung am Samstagabend der 57-jährige Vesko V. erschossen. Der Angreifer wurde nicht gefasst. Der Mordanschlag wurde kurz vor 21.00 Uhr verübt. Im Zusammenhang mit dem Clan-Krieg kam es im Dezember auch zu einer Bluttat in der Wiener Innenstadt.

V. ist Vater der beiden mutmaßlichen Anführer des sogenannten Skaljari-Clans. Während sich ein Sohn derzeit in einem Belgrader Gefängnis befindet, wo er eine 15-monatige Haftstrafe wegen eines gefälschten Reisepasses verbüßt, ist sein Bruder auf der Flucht.

Der nun ermordete Vesko V. war 2016 mit einem gescheiterten Anschlag auf die Witwe des zuvor getöteten Anführers des Kavac-Clans in Verbindung gebracht worden. Er hatte die Beteiligung unter Hinweis darauf bestritten, dass er sich zu jenem Zeitpunkt in Slowenien aufgehalten habe.

In wechselseitigen Abrechnungen der zwei Clans seien seit 2014 rund 30 Menschen getötet worden, berichtete am Sonntag die Tageszeitung "Vijesti". Die Angriffe blieben nicht auf Montenegro und Serbien beschränkt. Am 21. Dezember wurde vor einem Wiener Innenstadtlokal Vladimir R. (32), ein Angehöriger des Kavac-Clans, erschossen. Ein weiteres Mitglied desselben Clans wurde damals schwer verletzt.

Die Rache-Aktionen zwischen Mitgliedern der zwei Kotor-Clans - die Bezeichnungen beziehen sich auf die Wohnsiedlungen in der montenegrinischen Hafenstadt Kotor - begannen im Jahr 2014. Damals soll eine Bande der anderen rund 200 Kilo Kokain gestohlen haben, das in einer Wohnung im spanischen Valencia gebunkert war. Dort gab es auch die ersten Mordanschläge.

Quelle: APA

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