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Afghanischer Flüchtling bei Jagdunfall in Serbien getötet

Ein 20-jähriger afghanischer Flüchtling, der die Grenze nach Serbien zusammen mit weiteren fünf Personen offenbar illegal passiert hatte, ist am Dienstagabend bei einem Jagdunfall unweit der südserbischen Kleinstadt Pirot ums Leben gekommen. Wie die staatliche Presseagentur Tanjug berichtete, habe die Polizei am Tatort sechs Flüchtlinge und vier Jäger vorgefunden.

Die Umstände des Unfalls werden noch untersucht, hieß es in Medienberichten. Der 39-jährige Jäger, der sich des Todesschusses schuldig gemacht haben soll, wurde vorläufig festgenommen.

Pirot liegt etwa 30 Kilometer von der Grenze zu Bulgarien entfernt. Seit der Schließung der Balkanroute für Flüchtlinge im März, gelangte ein Großteil der illegalen Migranten über die Grenze nach Serbien. Andere Wege führen weiterhin über Mazedonien. Die beiden Grenzen werden seit Ende Juli von Teams der Polizei und dem Militär strenger überwacht. Gut 3.000 Personen wurden seitdem an der Grenze gestoppt. Die Anzahl der Flüchtlinge in Serbien - etwa 4.400 Personen gemäß jüngsten Angaben vom UNHCR - steigt derzeit trotzdem leicht an.

Quelle: APA

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