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Attacke gegen Kleinlaster mit Kühen in Indien fordert Toten

In einem erneuten Fall von Selbstjustiz zur Verteidigung von Kühen ist im indischen Bundesstaat Karnataka ein Mensch gestorben, ein weiterer wurde verletzt. Die Polizei nahm 16 Menschen fest, wie ein Sprecher am Freitag bestätigte. Nach Polizeiangaben attackierten die Beschuldigten am Mittwochabend zwei Männer, die in ihrem Kleinlaster drei Kühe transportierten.

Einer der beiden starb anschließend im Krankenhaus. Der indische Fernsehsender NDTV zitierte die Polizei damit, dass die Angreifer die Kühe vor dem Schlachthof retten wollten.

Die Festgenommenen sind nach Polizeiangaben Mitglieder einer lokalen rechtsextremistischen Hindu-Vereinigung. Im Hinduismus gelten Kühe als heilig und dürfen deshalb nicht geschlachtet werden. In vielen indischen Bundesstaaten ist es deshalb illegal, eine Kuh zu töten. Ihr Transport ist jedoch erlaubt. Der Vorfall war der jüngste in einer Serie von Attacken selbst ernannter Tierschützer auf Menschen, die in Indien Vieh transportieren.

Quelle: Apa/Dpa

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