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Auswirkungen nach Erdbeben in Albanien größer als angenommen

Die Auswirkungen des Erdbebens in Albanien sind nach Angaben des Roten Kreuzes deutlich höher als bisher angenommen. "Mindestens 10.000 Menschen sind obdachlos und 6.500 Häuser zerstört oder soweit beschädigt worden, dass sie unbewohnbar sind", sagte der Wiener Jürgen Högl am Donnerstag, der den Einsatz der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften in Albanien leitet.

Das Erdbeben richtete verheerende Schäden an SN/APA (AFP)/GENT SHKULLAKU
Das Erdbeben richtete verheerende Schäden an

Das Rote Kreuz werde weiterhin Essen und Hygienepakete verteilen, Zelte, Feldbetten und Matratzen für Notunterkünfte zur Verfügung stellen und psychosoziale Unterstützung leisten. "Viele Menschen sind immer noch verzweifelt und damit beschäftigt, die Katastrophe zu verarbeiten", schilderte Högl. "Zugleich sind sie sehr dankbar für jede Hilfe. Wir werden ständig irgendwo eingeladen."

Zur Überbrückung des Einkommensverlustes und bis zur Wiederherstellung der Lebensgrundlagen ist für 600 Familien eine Bargeldunterstützung von rund 90 Euro pro Person und Monat geplant. "Das ist eine besonders effiziente Art der Unterstützung, die direkt hilft, die lokale Wirtschaft fördert und sich in der Praxis sehr bewährt hat", sagt Högl. Über das Katastrophenhilfezentrum des Roten Kreuzes in Inzersdorf werden im Auftrag des Innenministeriums demnächst fünf Generatoren, 500 Hygiene-Pakete für Familien, 1.000 Decken und 500 Feldbetten nach Albanien geliefert, kündigte die Hilfsorganisation an.

Quelle: APA

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