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Bayern müssen zugelaufenen Hund nach vier Jahren zurückgeben

Aus "Lulu" soll wieder "Bonny von Beelitz" werden: Ein Ehepaar aus Bayern muss einen im Urlaub zugelaufenen Dackel an die ursprünglichen Besitzer aus Brandenburg zurückgeben. Das entschied das Landgericht Potsdam nach jahrelangem Rechtsstreit. Die Münchner, die den Hund 2012 westlich von Berlin gefunden hatten, hatten das Ordnungsamt nicht eingeschaltet und somit unrechtmäßig gehandelt.

"Lulus" alte Identität als "Bonny von Beelitz" war bekannt geworden, nachdem das Paar einen zweiten Dackel hatte anschaffen wollen und beim Züchter neue Papiere beantragt hatte. Die Münchner beteuerten in einer Mitteilung, sie hätten schon vorher auf verschiedensten Wegen nach den Ur-Besitzern gesucht - ohne Ergebnis.

Im Gegenzug sollen die "Pflegeeltern" 3.271,16 Euro für Futter, Tierarzt und andere Ausgaben erstattet bekommen. Wenn sie dieses Geld erhalten haben, müssen sie das Tier herausgeben. "Sonst kommt ein Gerichtsvollzieher und holt den Hund ab", erläuterte eine Gerichtssprecherin. Das Urteil ist unanfechtbar.

Quelle: Apa/Dpa

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