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Bedrohung erfunden: Polizei schickte 10.000-Euro-Rechnung

Mit einer frei erfundenen Bedrohungslage hat ein Mann vergangene Woche einen Großeinsatz in der Nürnberger Innenstadt ausgelöst - und muss nun für die dadurch entstandenen Kosten aufkommen. Dem 48-Jährigen sei eine Rechnung über 10.000 Euro geschickt worden, teilte die Polizei am Montag mit. Die Summe errechne sich aus der Zahl der Beamten bei dem Einsatz und deren angefallenen Dienststunden.

Polizei rŸckte mit einem Gro§aufgebot an - umsonst, aber nicht gratis.  SN/APA (Symbolbild/dpa)/Julian StŠ
Polizei rŸckte mit einem Gro§aufgebot an - umsonst, aber nicht gratis.

Die Beamten hatten auf einen Notruf des Mannes reagiert, wonach er in einer Wohnung mit einem anderen Mann in Streit geraten sei, der eine Schusswaffe habe. Geschossen wurde aber nicht. Die Polizei hielt die Angaben des Anrufers für glaubhaft und rückte mit einigen Dutzend Beamten an, darunter ein Spezialeinsatzkommando. Vorsorglich waren auch zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz. Das Gebiet rund um die Wohnung wurde großräumig abgesperrt.

Spezialeinheiten gelang es schließlich, zwei betrunkene Personen im Alter von 48 und 60 Jahren in der Wohnung festzunehmen. Bei der Vernehmung räumte der 48-Jährige dann ein, sich den Vorfall ausgedacht zu haben. Eine Durchsuchung der Wohnung förderte denn auch keine Schusswaffe zutage.

Neben der dicken Rechnung für den Polizeieinsatz droht dem Mann weiterer Ärger: Die Ermittlungen wegen des Verdachts auf Missbrauch von Notrufen gingen weiter, hieß es.

Quelle: Apa/Dpa

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