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Behörden erwarten nach Flut in Ost-Kanada noch mehr Regen

Staudämme drohen zu brechen, Brücken sind gesperrt - und die Behörden warnen vor noch mehr Regen: In den überfluteten Gebieten im Osten Kanadas hat sich die Lage am Samstagmorgen (Ortszeit) verschärft. Offiziellen Angaben zufolge stehen in den Provinzen Ontario, Québec, Manitoba und New Brunswick mehrere Tausend Häuser unter Wasser.

Im Osten Kanadas hat sich die Lage verschärft SN/APA (AFP)/SEBASTIEN ST-JEAN
Im Osten Kanadas hat sich die Lage verschärft

Viele Menschen waren von den Fluten eingeschlossen und mussten gerettet werden, manche per Hubschrauber. Besonders betroffen sind die kanadische Hauptstadt Ottawa und die Millionenmetropole Montréal. Beide riefen den Notstand aus. Damit dürfen die Behörden beispielsweise Evakuierungen anordnen und Land beschlagnahmen. Für das Wochenende sagen Meteorologen der Regierung heftige Regenfälle voraus. Zusammen mit der Schneeschmelze könnten sie die Pegelstände des Ottawa River und des Sankt-Lorenz-Stroms deutlich höher steigen lassen als während des letzten großen Hochwassers im Jahr 2017 - eine Flut, die als Jahrhundert-Katastrophe galt.

Landesweit sind mehr als Tausend Soldaten im Einsatz. Sie versuchen, Häuser und Straßen mit Sandsäcken vor den Fluten zu schützen. Die Provinz Québec warnte vor einem Kollaps des Bell-Falls-Staudamms und forderte 250 Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen. In Montréal wurde am Samstagmorgen die Galipeault-Brücke gesperrt, eine wichtige Verkehrsverbindung im Westen der Stadt.

Quelle: Apa/Dpa

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