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Belvedere - Andrea Ecker: Umtriebige Eminenz des Kulturbetriebs

Am 1. Mai des Vorjahres erklomm Andrea Ecker die bisher oberste Sprosse ihrer Karriereleiter, als sie zur Chefin der frisch fusionierten Kunst- und Kultursektion im Bundeskanzleramt bestellt wurde. Die in der Szene weitgehend geschätzte Niederösterreicherin zählt dabei seit Jahren zu den bestinformierten und bestvernetzten Personen des heimischen Kulturbetriebs.

Belvedere - Andrea Ecker: Umtriebige Eminenz des Kulturbetriebs SN/APA/ROLAND SCHLAGER
Andrea Ecker.

Dabei hat Ecker (Jahrgang 1962) schon mit ihrer Studienwahl die Schienen zum späteren Berufsweg gelegt, studierte sie doch an der Universität Wien einerseits Germanistik und Geschichte, andererseits auch Rechtswissenschaft. In ersten Schnupperkontakt mit der Politik kam Ecker zu dieser Zeit in der Österreichischen Hochschülerschaft.

Zunächst absolvierte Ecker ihr Gerichtsjahr, bevor sie 1993 ihre Tätigkeit im Bundesdienst begann. Ecker, deren Markenzeichen ihre Prinz-Eisenherz-Frisur ist, begann als Mitarbeiterin von Kunstminister Rudolf Scholten (SPÖ). Anschließend war sie im Wissenschaftsministerium zuständig für Innovation und Forschungsfragen.

2007 folgte der erste große Karrieresprung, als sie zur neuen Chefin der Kunstsektion ernannt wurde. 2015 avancierte Ecker zur Leiterin der frisch fusionierten, größeren Sektion Kunst und Kultur. In dieser Rolle hat die Juristin Einblick in so viele Kulturinstitutionen wie wohl kaum eine andere Person in Österreich, sitzt Ecker doch im Kuratorium der Salzburger und Bregenzer Festspiele sowie des Wiener Konzerthauses und ist Eigentümervertreterin des Bundeskanzleramtes bei der Bundestheater-Holding und der MuseumsQuartier Errichtungs- und BetriebsgesmbH.

Und seit Mittwoch sind für die mit Supervisions- und Coachingausbildung ausgestatteten Juristin zwei neue Aufgaben hinzugekommen. Einerseits wird sie interimistisch die Führung des Belvedere-Kuratoriums übernehmen und den Ausschreibungsprozess für das Museum leiten. Und andererseits soll sie gemeinsam mit Edelbert Köb ein Weißbuch für die Reform der Bundeskultureinrichtungen vorlegen. Die Arbeit wird der umtriebigen Expertin also auch in den kommenden Monaten nicht ausgehen.

Quelle: APA

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