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Bergverbot wegen gefälschter Everest-Gipfelfotos

Wegen gefälschter Gipfelfotos vom Mount Everest hat Nepal zwei indischen Bergsteigern ein zehnjähriges Bergverbot erteilt.

Bergverbot wegen gefälschter Everest-Gipfelfotos SN/APA (epa)/NARENDRA SHRESTHA
Der Mount Everest, das Dach der Welt.

Andere Bergsteiger hatten die Geschichte des Ehepaars Dinesh und Tarakeshwari Rathod in Zweifel gezogen. Die nepalesische Tourismusbehörde, die die Everest-Besteigung der beiden Polizisten zunächst bestätigt hatte, leitete schließlich eine Untersuchung ein.

Die Ermittler kamen nun zu dem Schluss, dass die Rathods ihren Gipfelerfolg nur vortäuschten, wie Behördenchef Sudarshan Prasad Dhakal am Dienstag sagte. Sie hätten dazu Gipfelfotos eines anderen indischen Bergsteigers manipuliert. Zur Strafe und als Warnung für andere Kletterer dürften die beiden nun zehn Jahre lang keinen Berg in Nepal besteigen.

456 Bergsteiger schafften Besteigung

In diesem Jahr gelang insgesamt 456 Menschen, darunter mehr als 250 ausländischen Alpinisten, der Aufstieg auf den höchsten Berg der Welt. In den beiden vorangegangenen Jahren hatte dagegen nur ein einziger Mensch den Gipfel erreicht. Nach zwei schweren Unglücken waren alle Expeditionen abgesagt worden.

2014 wurden 16 Sherpas durch eine Lawine getötet, als sie die Route zum Gipfel vorbereiteten. 2015 wurde die Himalaya-Region von zwei schweren Erdbeben erschüttert. In Nepal kamen etwa 8.900 Menschen ums Leben. Am Mount Everest wurde eine massive Lawine ausgelöst, die das Basislager teilweise zerstörte und 18 Menschen in den Tod riss.

Im Jahr 2010 hatte sich der steirische "Skyrunner" Christian Stangl nach einer Expedition auf den K2 (8.611 Meter) als Bezwinger des pakistanischen Achttausenders feiern lassen - nur um kurz nach seiner Rückkehr eingestehen zu müssen, dass er sich den Gipfelsturm "eingebildet" hatte. Ihm glückte zwei Jahre später die Rehabilitation: Stangl stand im Juli 2012 am Gipfel des K2.

Quelle: Apa/Ag.

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