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Brasilien vermeldet mehr als 1200 Tote in 24 Stunden

Brasilien hat den zweiten Tag hintereinander mehr als 1.200 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden registriert. Wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Mittwochabend mitteilte, starben 1.269 Patienten im Zusammenhang mit dem Coronavirus in diesem Zeitraum. Damit stieg die Gesamtzahl der Corona-Toten in Brasilien auf 46.510.

Offiziell sind rund 955.400 Menschen in Brasilien erkrankt SN/APA (Archiv/AFP)/EVARISTO SA
Offiziell sind rund 955.400 Menschen in Brasilien erkrankt

Insgesamt haben sich nach den offiziellen Statistiken rund 955.400 Menschen in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas mit dem Coronavirus infiziert. Nur in den USA wurden bisher mehr Infektionen und Tote verzeichnet. Die tatsächlichen Zahlen in Brasilien dürften noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet.

Infolge der neuen Corona-Welle in Peking infizierten sich 21 weitere Menschen in der Stadt mit dem Virus. Seit dem Ausbruch auf einem Pekinger Großmarkt vor eine Woche wurden damit 158 Infektionen in der chinesischen Hauptstadt gemeldet. Das geht aus Zahlen der staatlichen Gesundheitskommission vom Donnerstag hervor. Die Zahl der neuen Infektionen fiel damit niedriger aus als am Vortag, als noch 31 Fälle gemeldet wurden. Landesweit meldete China insgesamt 28 neue Infektionen

Dennoch blieb die zweithöchste Sicherheitsstufe in Kraft. Reisen sind nur möglich, wenn vorher ein Corona-Test abgelegt wird. Wer in Risikogebieten lebt, darf Peking überhaupt nicht mehr verlassen. Auch sind einige Wohngebiete abgeriegelt. Schulen und Kindergärten wurden geschlossen.

In Tokio wurden erneut mehr als 40 Corona-Neuinfektionen bestätigt. Wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete, wurden binnen eines Tages weitere 41 Menschen positiv auf das Virus getestet. Vor einer Woche hatte die Gouverneurin der Hauptstadt, Yuriko Koike, das Alarmsystem "Tokio Alert" aufgehoben. Seither dürfen Gasthäuser und Restaurants wieder bis in den späten Abend öffnen. Doch stieg die Zahl der täglichen Neuinfektionen in den vergangenen Tagen wiederholt auf über 40 Fälle, was die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle schürt. Als eine Problemzone wurde Tokios nächtliches Amüsierviertel Shinjuku mit seinen Hostessbars ausgemacht. Die Stadtregierung rief die Bürger erneut zu Vorsichtsmaßnahmen auf.

Angesichts steigender Corona-Fallzahlen weitete die Türkei die Maskenpflicht aus. In den Metropolen Istanbul, Ankara und in Bursa müssen die Einwohner nach offiziellen Angaben seit Donnerstag in der Öffentlichkeit, also auch im Freien, Masken tragen. Damit gilt eine generelle Maskenpflicht in 45 von 81 Provinzen. Allerdings müssen die Türken schon seit April Masken an belebten Orten wie Supermärkten tragen. Bei Verstoß muss eine Strafe gezahlt werden.

In den USA liegt die Zahl der täglichen Corona-Toten nunmehr seit einer Woche unter 1.000. In den vorangegangenen 24 Stunden seien 840 Infizierte gestorben, teilte die Johns Hopkins University mit. Damit blieb die Opferzahl den siebenten Tag in Folge unter der Tausendermarke. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen beträgt allerdings stabil rund 20.000 pro Tag.

Internationale Forscher wollen Tests mit dem Malaria-Medikament Hydroxychloroquin bei Covid-19-Erkrankten einstellen. Das Mittel habe die Sterblichkeit von schwer erkrankten Patienten nicht reduziert, begründete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Schritt am Mittwoch unter Berufung auf Testergebnisse.

Hydroxychloroquin war Bestandteil einer von der WHO koordinierten Forschungsreihe mit mehr als 3.500 Patienten in 35 Ländern. Dabei wird untersucht, ob verschiedene schon vorhandene Medikamente - etwa gegen Malaria, HIV, Ebola und Multiple Sklerose - einen Effekt gegen Covid-19 haben.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 20.10.2020 um 04:56 auf https://www.sn.at/panorama/international/brasilien-vermeldet-mehr-als-1200-tote-in-24-stunden-89032450

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