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Brasiliens Regierung fürchtet weitere Häftlingsrevolten

Nach den Massakern in mehreren Gefängnissen fürchtet die brasilianische Regierung auch in weiteren Haftanstalten Revolten. Die Zeitung "O Globo" berichtete am Samstag, dass in fünf Bundesstaaten Brasiliens die Alarmbereitschaft vor möglichen Häftlingsrevolten verschärft worden sei. Bei Revolten in den Bundesstaaten Manaus und Roraima waren vergangene Woche knapp hundert Häftlinge getötet worden.

Erst kürzlich starben bei Revolten knapp hundert Häftlinge.  SN/APA (AFP)/HO
Erst kürzlich starben bei Revolten knapp hundert Häftlinge.

Viele der Opfer wurden enthauptet und zerstückelt. In vier Haftanstalten in dem nördlichen Bundesstaat Manaus waren zu Wochenbeginn 60 Häftlinge bei Revolten getötet worden. Am Freitag kam es zu einem weiteren Massaker bei Boa Vista, der Hauptstadt von Roraima, mit 31 Toten. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich um Zusammenstöße zwischen rivalisierenden kriminellen Banden handelt, die sich auf weitere Haftanstalten ausbreiten könnten.

Ein Regierungsmitglied trat am Samstag wegen Äußerungen zu den Ereignissen in den Haftanstalten zurück. Der Sekretär für Jugendangelegenheiten Bruno Julio war in der Zeitung "O Globo" zitiert worden: "Sie sollten mehr töten. Sie müssten jede Woche solch ein Massaker in den Gefängnissen veranstalten." Staatschef Michel Temer nahm seinen Rücktritt sofort an.

Quelle: Apa/Dpa

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