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Brückeneinsturz in Genua - Behörden stellten Opfersuche ein

Fünf Tage nach dem Einsturz der Autobahnbrücke in Genua ist die Suche nach Vermissten von der Stadtverwaltung offiziell eingestellt worden. Der Leiter der Feuerwehr, Stefano Zanut, sagte dem Sender TG24 entgegen den Angaben der Stadtverwaltung, es werde weiter nach Opfern unter den tonnenschweren Trümmern gesucht, auch wenn alle als vermisst gemeldeten Menschen gefunden worden seien.

"Unsere Arbeit wird fortgesetzt, bis wir Gewissheit haben, dass niemand mehr unter den Trümmern liegt", betonte Zanut. In der Nacht auf Sonntag wurden die letzten drei Leichen vermisster Menschen in einem unter Trümmern begrabenen Auto gefunden, teilte die Präfektur der Hafenstadt am Sonntag mit. Damit stieg die Zahl der Toten durch den Einsturz der Autobahnbrücke vergangenen Dienstag auf 43. Die Behörden erklärten, es würden noch neun Menschen in Krankenhäusern wegen der Verletzungen behandelt. Vier seien nach wie vor in einem kritischen Zustand.

Das italienische Innenministerium teilte am Samstagabend mit, dass sich unter den Toten auch einige Ausländer befunden hätten. Dabei handle es sich um vier Franzosen, drei Chilenen, zwei Albaner, zwei Rumänen sowie einen Kolumbianer und einen Peruaner. Neun Verletzte befänden sich derzeit noch im Krankenhaus.

Die Brücke über Wohngebiete in Genua war während eines Unwetters mit schweren Regenfällen kollabiert. Ein 200 Meter langer Abschnitt der Morandi-Brücke stürzte 50 Meter in die Tiefe.

Quelle: Apa/Dpa

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