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Bus stürzte in Indien in Schlucht - 30 Tote

Ein Busunglück auf einer Gebirgsstraße im Westen Indiens hat 30 Menschen das Leben gekostet. Das Fahrzeug mit insgesamt 31 Menschen an Bord war am Samstag in dem Gebirge Westghats im Bundessstaat Maharashtra aus noch unbekannten Gründen von einer kurvigen Straße abgekommen und 150 Meter in eine tiefe Schlucht gestürzt, wie die Polizei am Wochenende mitteilte.

Monsunregen erschwerte die Bergung SN/APA (AFP)/-
Monsunregen erschwerte die Bergung

Ein einziger Reisender überlebte das Unglück. Dem Mann sei es gelungen, aus dem abstürzenden Bus zu springen, berichtete die Zeitung "Indian Express". Er sei den steilen Hang hochgeklettert und habe die Polizei alarmiert.

Die Reisenden waren Mitarbeiter einer Landwirtschaftlichen Universität in der nahe gelegenen Stadt Dapoli. Sie befanden sich auf ihrem jährlichen Betriebsausflug und wollten laut "Indian Express" das Wochenende auf der Bergstation Mahabaleshwar verbringen. Zunächst war die Polizei aufgrund einer Passagierliste von 34 Reisenden einschließlich zweier Fahrer ausgegangen.

Deshalb suchten Rettungskräfte am Sonntag nach der Bergung von 30 Leichen zunächst nach drei noch fehlenden Menschen. "Aber es scheint, dass einige Reisende in letzter Minute abgesagt haben", sagte TC Palonkar von der Polizei des Distrikts Raigad.

Die Unglücksursache war am Sonntag noch unbekannt. Die Gebirgsstraßen können während der Monsunzeit zwischen Juni und September besonders gefährlich sein. Der Bus sei auf matschiger Straße ins Rutschen geraten, sagte der Überlebende Prakash Sawant-Desai.

"Als der Bus abstürzte, schaffte ich es, herauszuspringen und mich an einem Baum festzuhalten", berichtete der Uni-Mitarbeiter Reportern laut "Indian Express". "Als ich merkte, dass der Bus immer tiefer fiel, kletterte ich den Berg hoch und hielt mich an Felsen und kleinen Bäumen fest." Oben angekommen habe er einen Kollegen der Universität und die Polizei angerufen.

Indien hat weltweit die höchste Zahl an Verkehrstoten. Jedes Jahr sterben etwa durchschnittlich 135.000 Menschen auf den Straßen des Landes. Zu den Gründen gehören schlechter Zustand der Fahrbahnen, verkehrsuntüchtige Fahrzeuge sowie rücksichtsloser Fahrstil.

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