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Coronavirus: Sechs Österreicher aus Wuhan in Wien gelandet

Sechs Österreicher, die aus der chinesischen Stadt Wuhan ausgeflogen wurden, sind am Sonntagnachmittag mit einer Maschine der Tyrol Air Ambulance am Flughafen Wien-Schwechat gelandet. Damit halten sich nach Informationen des Außenministeriums keine Österreicher mehr im Krisengebiet auf. In China stieg die Zahl der Todesopfer auf 813 und ist bereits höher als bei der SARS-Epidemie 2002/2003.

Maschine mit österreichischen Rückkehrern bei Landung in Berlin SN/APA (dpa)/Paul Zinken
Maschine mit österreichischen Rückkehrern bei Landung in Berlin

Die Landung der Maschine mit den Österreichern erfolgte gegen 14.30 Uhr, danach wurden das Kärntner Paar und eine Mutter mit drei Kindern unverzüglich den Gesundheitsbehörden übergeben. Die Wiener Berufsrettung brachte die sechs Patienten im Konvoi in das Wiener Hygienezentrum in Simmering.

Der Sprecher des Außenministeriums, Peter Guschelbauer, betonte gegenüber der APA, dass die Rückführungen der Österreicher mit diesem Transport abgeschlossen sind. Es seien keine weiteren geplant. Der Transport aus Wuhan erfolgte über einen Luftwaffenstützpunkt in Großbritannien und den Flughafen Berlin-Tegel. Von dort brachte eine Maschine der Tyrol Air Ambulance die Österreicher nach Wien.

Der Gesundheitszustand der sechs wurde als augenscheinlich gut beschrieben. Die Passagiere zeigen derzeit keine Symptome, sagte die stellvertretende Landessanitätsdirektorin von Wien, Ursula Karnthaler, in einer Aussendung. "Wir haben Nasen- und Rachen-Abstriche genommen, die jetzt getestet werden. Mit den Ergebnissen rechnen wir morgen Vormittag."

Für das Kärntner Paar sollte es im Anschluss mit einem Transport des Roten Kreuzes in seine Heimat zurückgehen. Die Mutter und ihre Kinder zwischen drei und fünf Jahren blieben hingegen in Wien. Sie wurden nach einer Untersuchung und Testung auf das Virus im Hygienezentrum als Vorsichtsmaßnahme in Quarantäne genommen. "Die Quarantäne wird - wie bei anderen Rückkehrern aus China - 14 Tage dauern", sagte Karnthaler. Die beiden Kärntner werden die Quarantäne zuhause verbringen.

Bereits am vergangenen Sonntag waren sieben Österreicherinnen und Österreicher aus der Hochrisikoregion Hubei nach Wien gebracht worden. Sie bleiben bis auf weiteres in Quarantäne und werden regelmäßig auf das Virus getestet. "Bisher waren alle Tests auf das Corona-Virus negativ", betonte Karnthaler.

Die Zahl der Todesopfer in China durch das Coronavirus ist mittlerweile höher als die der SARS-Pandemie vor 17 Jahren. Mit 89 neuen Todesfällen durch die Lungenerkrankung, die Chinas Gesundheitsbehörde am Sonntag bestätigte, kletterte die Gesamtzahl der Opfer weltweit auf 813.

An dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (SARS) waren 2002/2003 laut WHO 8.096 Menschen erkrankt und weltweit 774 gestorben. Allein in Festland-China und Hongkong hatte es damals 648 Todesfälle geben.

Die Zahl der bestätigten Infektionen durch das Coronavirus stieg am Sonntag in China um weitere 2.656 auf 37.198 Fälle. Außerhalb Chinas sind bisher mehr als 300 Infektionen bestätigt. In Österreich gibt es nach wie vor keinen bestätigten Fall. Mit Sonntag, 10.00 Uhr, waren laut Gesundheitsministerium die Testergebnisse bei vier Verdachtsfällen, zwei in Wien sowie je einer in Niederösterreich und Kärnten, ausständig.

Bis auf ein Opfer auf den Philippinen und eines in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong haben sich alle Todesfälle auf dem chinesischen Festland ereignet - die meisten in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus in der Stadt Wuhan ursprünglich ausgebrochen war. Allein in der Provinz kamen bisher 780 Menschen ums Leben.

Quelle: Apa/Ag

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