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Coronavirus: Zwei Deutsche nach Rückholaktion aus Wuhan mit Virus infiziert

Mehr als 14.000 Menschen haben sich in China mit dem Virus angesteckt. Nun gab es den ersten Todesfall außerhalb der Volksrepublik. Und zwei Deutsche, die am Samstag von der Bundeswehr aus China zurückgeholt worden sind, haben sich infiziert.

Erstmals ist außerhalb Chinas ein Mensch an den Folgen des neuartigen Coronavirus gestorben. Auf den Philippinen erlag am Samstag ein 44 Jahre alter Chinese aus Wuhan der von dem Erreger ausgelösten Lungenkrankheit, wie das Gesundheitsministerium des Inselstaates am Sonntag mitteilte. Er und seine ebenfalls erkrankte Partnerin waren am 21. Januar auf die Philippinen gereist. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) handelt es sich bei den beiden um die einzigen bestätigten Infektionen auf den Philippinen.

Bis zu dem nun publik gewordenen Patienten war nach WHO-Angaben keine der rund 150 Infektionen außerhalb Chinas tödlich verlaufen. Innerhalb der Volksrepublik haben die dortigen Behörden inzwischen mehr als 300 Todesfälle und rund 14 400 Erkrankungen bestätigt. Die Millionenstadt Wuhan in der Provinz Hubei gilt als Ursprungsort der Epidemie.

In Österreich wurde bisher noch kein Fall bestätigt. In Deutschland wurde am Sonntag bekannt, dass zwei der mit einem Flugzeug der deutschen Bundeswehr aus China zurückgeholten deutschen Staatsbürger mit dem Coronavirus infiziert sind. Das teilte die zuständige lokale Verwaltung (Landkreis Germersheim) mit. Mit dem Flugzeug waren 124 Personen aus Wuhan ausgeflogen und via Helsinki nach Frankfurt am Main gebracht worden.

Man war unter den Rückgeholten zunächst von einem Verdachtsfall auf eine Coronavirus-Infektion ausgegangen, was zum Transport in die Universitätsklinik Frankfurt führte. Zehn weitere Personen kamen aus anderen medizinischen Gründen in die Klinik. Der Rest wurde in die Südpfalz-Kaserne in Germersheim in Quarantäne aufgenommen.

Alle acht in Deutschland bis Samstag bestätigten Erkrankungen stehen im Zusammenhang mit der Firma Webasto in Bayern. Darunter sind sieben Angestellte des Autozulieferers, außerdem hat einer von ihnen sein Kind angesteckt.

Die sieben Österreicher, die aus dem chinesischen Epidemiegebiet ausgeflogen wurden, sollen, falls es zu keinen weiteren Verzögerungen kommt, am Sonntag um 17.30 Uhr in Wien-Schwechat landen, sagte Außenamtssprecher Peter Guschelbauer der APA. Zuvor war die Bundesheer-Transportmaschine von Linz-Hörsching nach Frankreich gestartet, um die Passagiere von der Luftwaffenbasis Istres-Le Tube zu holen. Die Österreicher waren mit 282 weiteren Europäern, darunter Franzosen, Polen, Bulgaren, Briten, Schweden und Belgier, mit einer zivilen Maschine von China nach Südfrankreich geflogen worden.

Quelle: Dpa

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