International

Costa Concordia: Vom Unglück bis zur Verurteilung des Kapitäns

Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia ist am 13. Jänner 2012 mit mehr als 4.200 Menschen an Bord vor der kleinen Insel Giglio verunglückt.

Kapitän Francesco Schettino. SN/APA (AFP)/ALBERTO PIZZOLI
Kapitän Francesco Schettino.

Die Tragödie forderte 32 Menschenleben. Fünf Jahre später ist der Strafprozess gegen Kapitän Francesco Schettino immer noch nicht zu Ende.

13. Jänner 2012: Die Costa Concordia rammt einen Felsen und kentert. Die Evakuierung des Kreuzfahrtriesen verläuft nach Angaben von Passagieren chaotisch. 32 Menschen sterben. Alle 77 Österreicher an Bord - unter ihnen der Salzburger Bürgermeister Heinz Schaden - überleben das Unglück.

18. Juni 2012: Die Bergung des Schiffswracks beginnt.

10. April 2013: Die Reederei Costa Crociere als Eignerin der Costa Concordia einigt sich mit der italienischen Justiz auf einen Vergleich: Gegen die Zahlung von einer Million Euro Strafe werden die Ermittlungen gegen das Unternehmen eingestellt.

9. Juli 2013: In Grosseto beginnt der Prozess gegen Schettino. Ihm werden unter anderem fahrlässige Tötung und Körperverletzung sowie das Verlassen des Schiffes während der Evakuierung vorgeworfen.

20. Juli 2013: Vier Mitglieder der Crew und ein Manager der Reederei erhalten ohne Prozess gegen Schuldeingeständnisse Haftstrafen von bis zu knapp drei Jahren.

16./17. September 2013: In einer 19-stündigen Aktion wird die Costa Concordia aufgerichtet.

23. bis 27. Juli 2014: Das Wrack wird zwecks Verschrottung von Giglio nach Genua geschleppt.

26. Jänner 2015: Die Anklage fordert 26 Jahre und drei Monate Haft für Schettino.

12. Februar 2015: Schettino wird in erster Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt. Dagegen reichen sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung Berufung ein.

28. April 2016: In Florenz beginnt der Berufungsprozess gegen Schettino.

31. Mai 2016: Schettino wird in zweiter Instanz zu 16 Jahren Haft verurteilt. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von 27 Jahren gefordert.

11. Oktober 2016: Schettinos Anwälte reichen beim Obersten Gericht Einspruch gegen die zweitinstanzliche Verurteilung ein.

Quelle: APA

Mehr zum Thema

Aufgerufen am 14.11.2018 um 10:23 auf https://www.sn.at/panorama/international/costa-concordia-vom-unglueck-bis-zur-verurteilung-des-kapitaens-545563

Schlagzeilen