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Darknet-Drogenhandel in Deutschland aufgeflogen

Ein 29-jähriger Niederländer hat Ermittlern zufolge von Wuppertal aus einen weltweiten Drogenhandel betrieben. Ein Spezialeinsatzkommando trat Montagfrüh seine Wohnungstür ein und nahm ihn fest, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Bei der Aktion seien 200 Kilogramm Drogen im Wert von drei Millionen Euro beschlagnahmt worden.

200 Kilogramm Drogen wurden beschlagnahmt SN/APA (dpa)/Claudia Otte
200 Kilogramm Drogen wurden beschlagnahmt

Der mutmaßliche Großdealer habe eine breite Palette im Angebot gehabt: synthetische Drogen wie Ecstasy, Cannabis-Schokotafeln, Kokain und Amphetamine. Es seien auch Datenträger und Computer beschlagnahmt worden. Er habe den Verkauf in großem Stil über das sogenannte Darknet abgewickelt, einen anonymen Bereich des Internets, und zum Vertrieb die Post und einen ganz gewöhnlichen Briefkasten benutzt. Die Adressaten der heißen Ware befanden sich in aller Welt. Drogenpakete gingen etwa nach Thailand, in die USA und nach Australien.

Frau und Kind des Mannes seien von der Razzia völlig überrascht gewesen und hätten von allem vermutlich nichts gewusst. Der Mann habe für den Drogenvertrieb eine zweite Wohnung in Wuppertal angemietet. Ein Richter schickte ihn in Untersuchungshaft.

Den Schlag gegen den Drogenhandel hätten Zoll, Sicherheitsdienst der Post, Polizei und Staatsanwaltschaft im Zusammenspiel ermöglicht. Die Ermittlungen, etwa zur Herkunft der Drogen und etwaigen Mittätern, dauerten an.

Quelle: Apa/Dpa

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