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Der kleine Victor und sein Land auf der Suche nach Zukunft

Die Republik Moldau hat nur noch halb so viele Einwohner wie vor 25 Jahren. Wer kann, verlässt das ärmste Land Europas. Die, die bleiben, können ohne Hilfe kaum überleben.

Victor wird bald sieben Jahre alt und freut sich auf die Schule. Es geht ihm gut. Zwar ist er für sein Alter sehr klein, was von der Mangelernährung, der er seit seiner Geburt ausgesetzt ist, herrührt. Und dem Ruß in der Wohnung. Dem Schimmel an den Wänden. Und dem mit Nitraten belasteten Grundwasser, das er zu trinken bekommt. Doch das tut seiner guten Laune keinen Abbruch. Er fetzt über den Hof, scheucht die Hühner auf, läuft über dampfenden Trester und borstige Kukuruzstängel. Die Mama ist da, die sechs Geschwister ebenfalls. Nur der Papa muss arbeiten. Was genau, weiß Victor nicht. Im Prinzip jeden Tag etwas anderes. Erntehelfer, Traktorfahrer, Mechaniker. Wozu er gerade gebraucht wird. Braucht ihn niemand, hat er auch keine Arbeit. Dann werden die Vorräte knapp, die Holzstöße vor dem Haus immer niedriger - und aus der alltäglichen Not wird rasch ein Kampf ums Überleben.

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