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Deutschland überarbeitet Konzept zur Zivilverteidigung

Die deutsche Regierung hat erstmals seit 1995 ihr Konzept zur Zivilverteidigung ressortübergreifend überarbeitet. Das Papier liste aktualisierte Maßnahmen auf, wie Bund, Länder und Kommunen die Bürger im Fall eines Terrorangriffs schützen sollten, berichtete die "Bild" unter Berufung auf einen Entwurf aus dem Innenministerium. Das Konzept soll am 24. August im Kabinett beschlossen werden.

Deutschland überarbeitet Konzept zur Zivilverteidigung SN/APA (Symbolbild/dpa)/Kay Nietfel
Zivlbevölkerung soll besser geschützt werden.

Das überarbeitete Papier sieht dem Bericht zufolge beispielsweise vor, die Reserven an Pockenimpfstoffen und Antibiotika nach Bedarf aufzustocken. Geprüft werde zudem, ob der Bund einen Vorrat an Schutzanzügen zum Atem- und Körperschutz für die Bevölkerung aufbauen müsse. "Die wachsende Verwundbarkeit der modernen Infrastruktur und die Ressourcenabhängigkeit bietet vielfältige Angriffspunkte", zitierte "Bild" aus dem Entwurf.

Bei Gefahrenlagen solle die Bevölkerung über verschiedene Kanäle wie Radio, TV, Sirenen, Lautsprecherdurchsagen, per SMS und über das Internet sowie in der Deutschen Bahn gewarnt werden. Die Regierung nenne dies den "Weckeffekt".

Ein Drittel der Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) solle innerhalb von 24 Stunden flächendeckend und gleichzeitig einsetzbar sein. Und vor Krankenhäusern sollten im Fall von atomaren, biologischen oder chemischen Angriffen "Dekontaminationsstellen" eingerichtet werden, um Verletzte dort außerhalb der Krankenhäuser notzuversorgen.

Bund und Länder arbeiteten zudem an einem "Gesamtkonzept Notstrom", um die Minimalversorgung an Energie zu sichern, heißt es in dem Bericht der "Bild" weiter. Im Krisenfall solle die Bundesnetzagentur in der Lage sein, über "Abschaltungen oder die bevorrechtigte Versorgung lebenswichtiger Einrichtungen" Strom zu regulieren.

Quelle: Apa/Pin

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