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Die Weltbevölkerung wächst etwas langsamer

Die Weltbevölkerung ist in diesem Jahr nach Daten der Vereinten Nationen (UN) um 82 Millionen Menschen gewachsen. Damit werden in der Nacht zum 1. Jänner 2022 rund 7,92 Milliarden Menschen auf der Erde leben, wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) am Mittwoch unter Berufung auf eine UN-Prognose mitteilte. Nach aktueller Vorhersage könnten es Mitte 2023 mehr als acht Milliarden Menschen sein.

Knapp acht Milliarden Menschen leben auf der Erde SN/APA/dpa/Hauke-Christian Dittrich
Knapp acht Milliarden Menschen leben auf der Erde

Die Weltbevölkerung wächst den Daten zufolge aktuell jedes Jahr um rund 1,09 Prozent, zwischen 1965 und 1970 betrug der jährliche Zuwachs noch 2,05 Prozent. Anfang 2022 werde eine neue Prognose der UN zum weltweiten Bevölkerungswachstum erwartet, sagte eine Sprecherin der Stiftung mit Sitz in Hannover. Dann könnten auch Aussagen zu Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Bevölkerungsentwicklung getroffen werden.

Ursache für die Verlangsamung des Wachstums ist nach Stiftungsangaben, dass Frauen im Durchschnitt weniger Kinder bekommen. Derzeit liegt die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau weltweit bei 2,3. Bei einer Rate von 2,1 würde die Weltbevölkerung nicht weiterwachsen. DSW-Geschäftsführer Jan Kreutzberg appellierte an die neue Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD), "Sexualaufklärung, Verhütung und Geschlechtergerechtigkeit ganz oben auf die Agenda zu setzen".

Vor allem in afrikanischen Ländern südlich der Sahara gebe es noch viel zu viele ungewollte Teenager-Schwangerschaften. Sie seien für die Mädchen mit extrem hohen gesundheitlichen Risiken verbunden und hätten gravierende Auswirkungen auf ihr weiteres Leben. "Viele Jugendliche geraten in eine Armutsspirale, wenn sie früh Eltern werden", betonte Kreutzberg.

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