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Dutzende Verletzte nach Busunfall in Oberbayern - Ermittlungen eingeleitet

Sie waren auf dem Weg nach Kaprun: Dutzende Skiurlauber aus Nordrhein-Westfalen sind in Oberbayern bei einem Busunglück verletzt worden. Nun laufen die Untersuchungen, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

Dutzende Menschen werden verletzt, elf davon schwer. SN/feuerwehr traunstein
Dutzende Menschen werden verletzt, elf davon schwer.

Nach dem schweren Unfall eines Reisebusses in Oberbayern mit Dutzenden Verletzten laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Der Bus aus Nordrhein-Westfalen sei von der Unglücksstelle nahe Inzell im Landkreis Traunstein geborgen und abtransportiert worden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen. Das Fahrzeug sei für weitere Untersuchungen sichergestellt worden.

Der Bus aus Münster war den Polizeiangaben zufolge mit insgesamt 61 Personen besetzt gewesen - darunter auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Sie waren auf dem Weg in den Skiurlaub nach Kaprun. Ursprüngliche erste Angaben von einem Ziel in den Chiemgauer Alpen korrigierte die Polizei. Das Fahrzeug war den Polizeiangaben nach am Samstagmorgen gegen 7.30 Uhr am Ortsausgang von Inzell von der Bundesstraße 306 abgekommen und umgekippt.

Die Polizei sprach am Sonntagmorgen von insgesamt nun 43 gemeldeten Verletzten, darunter seien 7 Schwerverletzte. Die Angaben der verschiedenen Einsatzkräfte zu den Opfern hatten geschwankt, die Feuerwehr hatte elf Schwerverletzte gezählt. Getötet wurde niemand.

Keine anderen Fahrzeuge beteiligt

Der 58 Jahre alte Busfahrer sei leicht verletzt worden, sagte der Polizeisprecher. Das Busunternehmen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen habe für einige Reisende den Weg nach Hause organisiert und für andere die Weiterfahrt in das Skigebiet, zu dem sie unterwegs waren.

Die Bundesstraße nahe der Grenze zu Österreich war am Samstag an der Unglücksstelle für viele Stunden gesperrt gewesen. Mehrere Betroffene wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser in der Umgebung gebracht. Die Polizei geht aufgrund der Spuren vor Ort und erster Befragungen bisher davon aus, dass der Bus ohne Fremdbeteiligung von der Straße abkam und nach rechts eine mehrere Meter hohe Böschung hinunterkippte. Dort blieb er auf der Seite liegen.

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