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Ein Toter bei Brand in Migrantenunterkunft in Kalabrien

Bei einem Brand in einer Behelfsunterkunft in San Ferdinando in der süditalienischen Region Kalabrien ist am Freitag ein Migrant ums Leben gekommen. Das Opfer wurde noch nicht identifiziert, berichteten italienische Medien. In San Ferdinando waren in den vergangenen 14 Monaten bereits drei Migranten bei Bränden gestorben. Im Februar war ein Senegalese ums Leben gekommen.

"Leider haben wir wieder ein Todesopfer in San Ferdinando zu beklagen", kommentierte der Bürgermeister Andrea Tripodi nach Medienangaben. Der Brand sei in einem Zelt aus noch ungeklärten Gründen entbrannt.

Hunderte Polizisten hatten vor zwei Wochen ein großes Migrantenlager in San Ferdinando geräumt, in dem 900 Menschen lebten. Migranten mit Aufenthaltsgenehmigung wurden in Flüchtlingseinrichtungen untergebracht. Viele andere illegale Saisonarbeiter in den Feldern der Gegend bauten sich neue Behelfsunterkünfte, wie jene, in der der Migrant am Freitag ums Leben gekommen ist.

Das Flüchtlingslager von San Ferdinando, das am Rande der kalabrischen Stadt Rosarno liegt, hatte zwischenzeitlich mehr als 1.500 Bewohner. Die meisten von ihnen arbeiteten ohne Papiere und unterbezahlt in den Olivenhainen und Orangenplantagen der Umgebung. Der Umgang mit illegalen Einwanderern, die auf den Feldern Süditaliens eingesetzt werden, beschäftigt die italienischen Behörden schon seit Jahren.

Quelle: APA

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