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Ein Toter bei Erdbeben der Stärke 4,6 in Teheran

Ein Erdbeben im Iran hat Panik in Teilen der Bevölkerung ausgelöst. In der Hauptstadt Teheran stürmten zahlreiche Einwohner in der Nacht auf Freitag aus ihren Häusern, wie Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Das mehrere Sekunden dauernde Beben hatte allerdings nur eine mittlere Stärke von 4,6, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte.

Menschen liefen aus Häusern auf die Straße SN/APA (AFP/ISNA NEWS AGENCY)/AMIR
Menschen liefen aus Häusern auf die Straße

Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums wurde ein 60-Jähriger aus dem Bezirk Damawand getötet. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden 23 weitere Menschen verletzt. Sechs Menschen wurden im Krankenhaus behandelt, wie ein Vertreter des Roten Kreuzes mitteilte. Berichte über eingestürzte Häuser gab es demnach zunächst nicht.

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums appellierte an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren und die Richtlinien für Beben zu beachten. Anstatt in ihre Häuser zurückzukehren, verbrachten jedoch viele Menschen die Nacht in ihren Autos. Einige schliefen gar am Straßenrand.

In Teheran waren viele Menschen während des Iftar, dem abendlichen Fastenbrechen während des Ramadans, von dem Beben überrascht worden. Das ganze Wohnhaus habe gebebt, sagte der 45-Jährige Ahmed, der sich mit seiner Frau Marjam und den beiden Kindern ins Freie flüchtete.

Das Zentrum des Bebens lag nach Angaben der USGS rund 55 Kilometer östlich von Teheran nahe der Stadt Damawand. Demnach ereignete sich das Beben in einer Tiefe von zehn Kilometern. In der Region befindet sich der Vulkan Damawand, der mit 5671 Metern der höchste Berg des Landes ist.

Das seismologische Institut der Universität Teheran gab die Stärke des Bebens mit 5,1 und seine Tiefe mit sieben Kilometern an. Demnach gab es mehrere Nachbeben mit einer Stärke von bis zu 4.

Unter dem Iran verlaufen mehrere tektonische Bruchlinien, das Land wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Im November 2017 waren bei einem Beben der Stärke 7,3 in der westiranischen Provinz Kermanschah 620 Menschen ums Leben gekommen. Das verheerendste Erdbeben im Iran ereignete sich 1990: Damals wurden im Norden des Landes 40.000 Menschen durch ein Erdbeben der Stärke 7,4 getötet.

Quelle: Apa/Dpa/Ag.

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