International

Ein Toter bei neuen Angriffen auf Ebola-Helfer im Kongo

Der Kampf gegen die gefährliche Seuche Ebola im Ost-Kongo wird weiterhin von Angriffen auf Behandlungszentren und Helfer behindert. Im Dorf Vusahiro griffen Dorfbewohner am Samstag eine Gruppe Ebola-Helfer an, ein Hygienespezialist wurde dabei getötet, teilte das kongolesische Gesundheitsministerium mit. Das Gesundheitszentrum in dem Ort wurde ausgeraubt und verwüstet.

Attacken behindern den Kampf gegen die Ausbreitung der Seuche SN/APA (AFP/Archiv)/ISAAC KASAMANI
Attacken behindern den Kampf gegen die Ausbreitung der Seuche

In der Nacht auf Sonntag griffen Unbekannte dann im Ort Vulamba bei der Stadt Butembo ein Transitzentrum an, in dem Ebola-Verdachtsfälle behandelt werden. Es entstand Sachschaden.

Wegen der anhaltenden Angriffe in den Provinzen Nord-Kivu und Ituri ist es Helfern bisher nicht gelungen, den bisher zweitschwersten bekannten Ausbruch des hämorrhagischen Fiebers unter Kontrolle zu bringen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte zuletzt gewarnt, dass wegen der Angriffe eine Ausbreitung auf andere Provinzen oder die nahen Nachbarländer Uganda und Ruanda nicht auszuschließen sei.

Nach Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Sonntagabend haben sich in der instabilen Region im Ost-Kongo seit August mehr als 1.900 Menschen mit dem gefährlichen Virus infiziert, fast 1.300 erlagen der Krankheit. Für den zentralafrikanischen Staat ist es bereits die zehnte bekannte Ebola-Epidemie. Bisherige Ausbrüche betrafen jedoch friedliche Regionen und konnten relativ zügig eingedämmt werden.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 27.11.2020 um 08:58 auf https://www.sn.at/panorama/international/ein-toter-bei-neuen-angriffen-auf-ebola-helfer-im-kongo-70896994

Schlagzeilen