Kopf des Tages

Elisabeth Feichtinger - eine der neuen Jungen im Nationalrat

"Ich freue mich wahnsinnig, dass ich das Salzkammergut in Wien vertreten darf. Es ist schön, dass nach so vielen Jahren eine Nationalratsabgeordnete direkt aus dem Bezirk Gmunden kommt!", sagt Elisabeth Feichtinger.

Elisabeth Feichtinger (SPÖ) zieht ins Parlament ein. SN/privat
Elisabeth Feichtinger (SPÖ) zieht ins Parlament ein.

Respekt und Freude. So beschreibt die Sozialdemokratin Elisabeth Feichtinger ihre Gefühle an ihre parlamentarische Arbeit denkt. Obwohl sie mit 30 Jahren zu den jüngeren Abgeordneten gehört, kann sie bereits auf eine erfolgreiche politische Karriere zurückblicken. Der ausgebildeten Religions- Volks- und Sonderschullehrerin gelang es 2015, die traditionelle schwarze Gemeinde Altmünster am Traunsee für die SPÖ zu erobern. Gelungen ist ihr das in einem sehr intensiven Wahlkampf mit vielen Hausbesuchen und persönlichen Gesprächen. Bereits von 2009 bis 2014 war sie im Gemeinderat von Altmünster gesessen. Danach war sie für rund ein Jahr, bis Oktober 2015, Vizebürgermeisterin.

Im Herbst vergangenen Jahres hat Feichtinger mit ihrem Mann Florian in Neukirchen (Gemeinde Altmünster) Bundeskanzler Christian Kern kennengelernt. "Da haben wir ein ganz tolles Gespräch geführt. Er hat sich informiert, wie das in Altmünster gelaufen ist, dass nach 70 Jahren plötzlich der große Umbruch war, er wollte wissen, wie ich das gemacht habe", erzählt die erfolgreiche Bürgermeisterin und neue Nationalratsabgeordnete.

Die Jung-Parlamentarierin, die am 24. September 1987 in Gmunden geboren wurde, will in Wien eine starke Stimme für die Landwirtschaft und den ländlichen Raum sein. Auch um das Thema Bildung will sich Feichtinger bemühen. Sie arbeitete als Sonderschullehrerin an einer NMS in St.Georgen im Attergau.

Mit zwölf Jahren ein Buch über Kreisky gelesen

In einem Interview mit FM4 begründete Feichtinger ihren Entschluss, mit 21 Jahren als Gemeinderätin für die SPÖ zu kandidieren." Ich habe mit zwölf Jahren den ersten Kontakt mit der Sozialdemokratie gehabt, indem ich den Namen Bruno Kreisky gelesen habe. Ich habe mir dann zu Weihnachten ein Buch über Kreisky von meinem Vater gewünscht und habe mich da reingelesen und war unglaublich begeistert von dieser Person. Mit 14 habe ich mir alle Parteiprogramme zuschicken lassen und habe einfach mein Herz bei der Sozialdemokratie gefunden, die Werte, die Inhalte.... und sukzessive habe ich mir einfach dann gedacht, wenn, dann die Sozialdemokratie."
Einen Widerspruch zu ihrer ländlichen Herkunft und zu ihrem Beruf als Religionslehrerin sah Feichtinger nicht. "Ich habe aber sehr viele ländliche Strukturen und Hobbys, Holzarbeiten, Motorsägen-Schnitzen, ich bin bei der Landjugend dabei... Für mich schließt das eine das Andere nicht aus. Ich gehe sehr gerne in die Kirche, ich bin sehr gläubig - und ich sage immer, diese Vielfältigkeit ist sehr wichtig an den Personen."

(SN)

Aufgerufen am 24.11.2017 um 10:22 auf https://www.sn.at/panorama/international/elisabeth-feichtinger-eine-der-neuen-jungen-im-nationalrat-20248504

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