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Empörung nach Misshandlung eines Schwarzen nahe Paris

Die Misshandlung eines jungen Schwarzen durch mehrere Polizisten in einer Pariser Problemvorstadt hat in Frankreich Empörung ausgelöst. Vier Polizisten wurden vom Dienst suspendiert, gegen einen von ihnen wurde nach Behördenangaben ein Ermittlungsverfahren wegen Vergewaltigung eingeleitet - er soll dem Festgenommenen einen Schlagstock in den After gerammt und ihn dabei schwer verletzt haben.

Proteste nahe Paris.  SN/APA (AFP)/FRANCOIS GUILLOT
Proteste nahe Paris.

Mehrere hundert Menschen beteiligten sich am Montag in der Trabantenstadt Aulnay-sous-Bois nordöstlich von Paris an einer Protestkundgebung unter dem Motto "Gerechtigkeit für Theo". Der 22-Jährige wurde nach dem Vorfall, der sich bereits am Donnerstag ereignete, von einem Arzt für 60 Tage krankgeschrieben und befand sich am Montag noch immer im Krankenhaus.

Der junge Mann sagte dem Fernsehsender BFMTV, er sei von den Polizisten mit Faustschlägen und Hieben auf die Geschlechtsteile misshandelt worden, sie hätten ihn bespuckt und mit rassistischen Aussprüchen beleidigt. Der 22-Jährige erlitt auch Kopfverletzungen.

Innenminister Bruno Le Roux erklärte, "Beispielhaftigkeit" und "Respekt" müssten die "ständigen Maßstäbe" für die Arbeit der Sicherheitskräfte sein. In der Nacht auf Montag wurden Polizisten in dem Stadtviertel, wo sich der Vorfall ereignete, mit Wurfgeschoßen attackiert. Fünf Verdächtige wurden nach Polizeiangaben vorerst festgenommen.

Quelle: Apa/Ag.

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