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Erdbeben in Italien: Schwierigkeiten bei Container-Lieferung

Wegen weiterhin blockierten Straßen und isolierten Gemeinden gestaltet sich die von der Regierung versprochene Lieferung von Containern an die Obdachlosen im mittelitalienischen Erdbebengebiet problematisch. Für die Lkw gestaltet es sich so schwierig, die zerstörten Dörfer in Umbrien und den Marken zu erreichen. Bagger sind im Dauereinsatz, um die Straßen von Geröll und Schutt zu befreien.

Erdbeben in Italien: Schwierigkeiten bei Container-Lieferung SN/APA (AFP)/HO
Nicht nur Dörfer, auch Straßen wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Mehrere Erdrutsche infolge der Nachbeben der vergangenen Tagen haben das Verkehrsnetz in Umbrien schwer belastet. Einige Dörfer können nur mit Jeeps erreicht werden. Als provisorische Lösung für Obdachlose im Erdbebengebiet in Mittelitalien, die ihre zerstörten Gemeinden nicht verlassen wollen, will die Regierung in Rom in den kommenden Tagen Containern aufstellen lassen. Die Probleme mit dem Straßennetz erschweren jedoch die Arbeit des Zivilschutzes, der zudem eine Schlechtwetter-Front an diesem Wochenende befürchtet. In Containern sollen jene Menschen Unterkunft finden, die nicht in Hotels an der Adria ziehen wollen, wegen des bevorstehenden Winters jedoch nicht in Zelten übernachten können.

Container seien eine Übergangslösung, meinte Premier Matteo Renzi Renzi. Bis spätestens im Sommer sollen Holzbungalows aufgestellt werden. Erst danach werde der Wiederaufbau der betroffenen Gemeinden beginnen, erklärte Renzi.

Der Ministerrat in Rom hat am Freitag ein Dekret verabschieden, das den Wiederaufbau im Bebengebiet beschleunigen soll. Vorgesehen sind bürokratische Vereinfachungen für Unternehmen, die nach dem Erdbeben ihre Produktionswerke wieder in Betrieb setzen wollen.

Gemeinden in der Erdbebenregion, die Aufträge für die Errichtung neuer Gebäude oder die Restaurierung von Immobilien ausschreiben wollen, sollen dies mit einer schnelleren Abwicklung tun können. Auch die Anstellung von Personal in den vom Erdbeben beschädigten Gemeinden soll erleichtert werden. Zugleich versprach Renzi, verstärkt Militärs und Sicherheitskräfte zur Kontrolle leer stehender beschädigter Häuser in die Erdbebenregion zu entsenden.

Quelle: APA

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