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Erschossener Ire auf Mallorca wohl Opfer von Verwechslung

Der auf Mallorca erschossene irische Tourist ist nach ersten Erkenntnissen Opfer einer tragischen Verwechselung geworden.

Hintergrund der Bluttat sei wahrscheinlich eine Abrechnung zwischen den beiden irischen Clans Kinahan und Hutch gewesen, zwischen denen an der südspanischen Costa del Sol schon seit Jahren ein Bandenkrieg tobe, berichteten mehrere örtliche Medien übereinstimmend am Freitag.

Der Täter habe es wahrscheinlich auf einen anderen Mann abgesehen gehabt, den das Opfer in seinem Hotel zufällig kennengelernt und dann am Abend auf der Straße wiedergetroffen habe.

Ein Vermummter hatte am Mittwochabend in Costa de la Calma im Südwesten der spanischen Insel den 40 Jahre alten Urlauber aus Dublin erschossen. Der "Mallorca Zeitung" zufolge wurde er vor den Augen seiner Frau und seiner drei Kinder niedergeschossen.

Der Mann, der das Ziel des Angriffs gewesen sein soll, stamme möglicherweise aus dem Umfeld des Hutch-Clans, obwohl er dies bestreite, berichtete die Zeitung "Ultima Hora". Er sei unter Polizeischutz gestellt worden. Beiden Clans wird vorgeworfen, den Drogenhandel in Irland zu kontrollieren. Die Bosse und Drahtzieher der kriminellen Aktivitäten sollen sich schon länger nach Spanien zurückgezogen haben.

Quelle: Apa/Dpa

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