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Erste Fortschritte bei Waldbränden in Chile

Im Kampf gegen die schwersten Waldbrände in der Geschichte Chiles gibt es erste Fortschritte. Die Forstbehörde Conaf meldete, dass bis Sonntagabend (Ortszeit) von 124 Bränden elf gelöscht und 55 unter Kontrolle seien. Die zerstörte Gesamtfläche gab die Behörde mit rund 3.665 Quadratkilometern an, was fast der Fläche des Burgenlands entspricht.

Löscharbeiten bei wütenden Waldbränden in Chile.  SN/APA (AFP)/GUILLERMO SALGADO
Löscharbeiten bei wütenden Waldbränden in Chile.

Conaf-Direktor Aaron Cavieres sagte, die weitere Entwicklung hänge sehr vom Wetter ab. "Aber das bis jetzt Schlimmste, das Größte, was wir bisher gesehen haben, haben wir hinter uns", zitierte ihn die chilenische Presse. Die Brände wüten vor allem im mittleren Süden des über 4.000 Kilometer langen Landes. Elf Menschen sind bisher ums Leben gekommen, viele Bauern haben ihr Ackerland verloren. Präsidentin Michelle Bachelet sieht Brandstiftung in einigen Fällen als Ursache.

Frankreich, Peru, Portugal, Spanien, Kolumbien, Argentinien und Mexiko haben über 500 Helfer geschickt. Außerdem sind rund 4000 chilenische Feuerwehrleute im Einsatz. Auch Katastrophenschutz-Experten der EU sowie weitere Verbindungsleute sollen helfen. "Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen und den Helfern vor Ort", sagte EU-Kommissar Christos Stylianides am Montag in Brüssel.

Auf Initiative einer wohlhabenden Chilenin, die in den USA lebt und mit dem Enkel des Walmart-Gründers verheiratet ist, hilft auch das größte Löschflugzeug der Welt, der "Supertanker". Das ist eine Boeing 747-400, die bei jedem Flug 72 Tonnen Wasser abwerfen kann. Russland hat eine Iljuschin Il-76 als "Löschhilfe" nach Chile geschickt.

Quelle: Apa/Dpa

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