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EU drängt zu schnellen Impfvorbereitungen

Die EU-Kommission fordert von den EU-Staaten, sich rechtzeitig auf Impfungen gegen das Coronavirus vorzubereiten. "Während wir den Abschluss klinischer Studien erwarten und weiterhin Evaluierungen und strenge Kontrollen durchführen, ist es dringend erforderlich, dass die Mitgliedstaaten vorbereitet sind und sich um die nötige Infrastruktur und das notwendige Personal für Impfungen kümmern", sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides der Zeitung "Welt" vom Dienstag.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides SN/APA (AFP)/FRANCOIS LENOIR
EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides

"Wenn ein Impfstoff gefunden ist, müssen wir schnell mit dem Impfen beginnen. Jeder muss sich jetzt vorbereiten, damit wir dann sofort voll einsatzfähig sind", fügte die EU-Kommissarin laut Vorausmeldung hinzu. Impfstoffe allein würden keine Leben retten, sondern nur die Impfungen von Menschen, so Kyriakides.

"Covid-19 ist die größte Gesundheitskrise seit Menschengedenken. Wir kämpfen gegen ein tödliches Virus und gegen unsere Corona-Müdigkeit", sagte die konservative Politikerin aus Zypern. Die Menschen müssten weiterhin wachsam sein: "Wir müssen weiterkämpfen und den wissenschaftlichen Empfehlungen folgen. Der einzige Weg, die Pandemie zu besiegen sind kollektive Geduld und Solidarität", betonte Kyriakides.

In Hinblick auf die bereits abgeschlossenen Rahmenverträge der EU-Kommission mit aussichtsreichen Impfstoffherstellern sagte Kyriakides: "Im besten Fall können wir mehr als 1,3 Milliarden Dosen aus einem breiten Portfolio von sicheren und effektiven Impfstoffen erwerben. Und wenn ein sicherer Impfstoff gefunden ist, kann ich garantieren, dass alle Mitgliedstaaten zur gleichen Zeit Zugang dazu haben werden", sagte die Kommissarin weiter. Sie könne aber kein sicheres Datum für die ersten Impfungen nennen. "Anfang nächsten Jahren dürften wir im besten Fall mit den Impfungen beginnen. Dabei ist es wichtig zuerst jene Bevölkerungsgruppen zu schützen, die am stärksten exponiert und anfällig sind, wie etwa ältere Menschen und Mitarbeiter des Gesundheitssystems", sagte die Gesundheitskommissarin. Es sei jedenfalls "unerlässlich", so Kyrikades, dass alle 27 EU-Mitgliedsländer einer gemeinsamen Impfstrategie folgen.

Quelle: APA

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