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Frankreichs erste "Fixerstube" öffnet in Paris

In Paris öffnet die erste "Fixerstube" Frankreichs. Gesundheitsministerin Marisol Touraine und die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo besuchten am Dienstag die Einrichtung in der Nähe des Nordbahnhofs. Ab Freitag sollen sich dort die ersten Drogenabhängigen unter medizinischer Aufsicht Suchtmittel spritzen können.

Frankreichs erste "Fixerstube" öffnet in Paris SN/APA (dpa)/Frank Leonhardt
Suchtmittel werden unter medizinischer Aufsicht gespritzt.

Touraine nannte die Eröffnung der Einrichtung eine wichtige Etappe im Kampf gegen den Drogenmissbrauch. Damit gehe eine lange politische Auseinandersetzung zu Ende. In Frankreich regelt seit dem vergangenem Dezember ein Gesetz die kontrollierte Verabreichung von Drogen.

In Deutschland öffnete die erste Fixerstube bereits vor rund 22 Jahren in Frankfurt am Main ihre Türen. Auch in den Niederlanden, Dänemark, Luxemburg, Spanien und der Schweiz gibt es ähnliche Einrichtungen. Sie sollen es Abhängigen ermöglichen, Drogen mit hygienisch einwandfreien Spritzen zu konsumieren. Damit wird die Gefahr einer Ansteckung mit Hepatitis C oder dem HI-Virus gemindert. Außerdem ist die Gefahr für nicht bemerkte tödliche Überdosierungen stark reduziert.

Die Pariser Einrichtung namens Gaïa befindet sich in einem Krankenhaus im 10. Arrondissement. In den Räumen können sich die Konsumenten selbst mitgebrachte Suchtmittel verabreichen und medizinische Beratung in Anspruch nehmen. Auch die Stadt Straßburg im Elsass plant in Kürze die Eröffnung eines solchen Zentrums.

Quelle: Apa/Ag.

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