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Französische Kirche öffnete nach Priester-Mord ihre Pforten

Mehr als zwei Monate nach der Ermordung eines Priesters in einer Kirche im französischen Saint-Etienne-du-Rouvray durch junge Jihadisten hat das Gotteshaus am Sonntag mit einer Messe wieder ihre Pforten geöffnet. Vor dem Gottesdienst zogen hunderte Gläubige in einer Prozession zu der Kirche.

Französische Kirche öffnete nach Priester-Mord ihre Pforten SN/APA (AFP)/CHARLY TRIBALLEAU
Bischof Dominique Lebrun spricht zu Medienvertretern.

An der Spitze lief der Erzbischof von Rouen, Dominique Lebrun, mit dem goldenen Prozessionskreuz, das die beiden Jihadisten bei ihrem Angriff von der Wand gerissen hatten. Am 26. Juli hatten zwei 19-Jährige, die sich zur Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannten, die morgendliche Messe gestürmt. Sie ermordeten den 85-jährigen Pater Jacques Hamel vor den Augen von fünf Gottesdienstbesuchern und verletzten einen 87-Jährigen schwer. Als die beiden jungen Männer die Kirche verließen, wurden sie von der Polizei erschossen.

Papst Franziskus willigte nach Angaben aus Vatikankreisen ein, die Wartezeit bis zum Beginn des Verfahrens zur Seligsprechung Hamels zu beschleunigen. Üblicherweise sind fünf Jahre zwischen dem Tod und dem Beginn des Prozesses der Seligsprechung eines Kandidaten erforderlich.

Quelle: Apa/Ag.

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