Verrückt

Frauen in Rio setzen auf Sonnenbäder mit Klebeband-Bikinis

Mit dem Abkleben bestimmter Körperpartien versuchen Frauen in Rio de Janeiro, auf der ansonsten gut gebräunten Haut besonders weiße Bikinistreifen zu bekommen. Der Trend, dünne Klebestreifen als Bikini-Ersatz auf die Haut zu kleben und sich damit stundenlang in die Sonne zu legen, entstand in den Favelas.

Erika Romero Martins (34) hat daraus ein Geschäftsmodell gemacht. "Aus ganz Rio kommen die Frauen hierher." In diesem Sommer seien es seit November bereits etwa 3.000 Frauen gewesen. Sie lassen sich im Studio "Erika Bronze" da, wo sonst der Bikini sitzt, Streifen auf die Haut kleben. Damit legen sie sich drei Stunden in die Sonne, um perfekte weiße Streifen als eine Art natürliche Nachbildung eines Bikinis zu bekommen. In Rio sei das ein Statussymbol, so Martins.

Zu zahlen sind 70 Reais (20 Euro) pro Sitzung. Dafür darf sich man auf einer Dachterrasse im natürlichen Sonnenstudio bräunen. Dermatologen warnen vor einem erhöhten Hautkrebsrisiko infolge des intensiven Sonnenbadens. Im benachbarten Argentinien schrieb die auflagenstärkste Zeitung "Clarin" zu dem bedenklichen "Bräunungseifer" mit Klebeband: "Lächerliche Obsessionen."

Quelle: Apa/Dpa

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