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Gefängnisleiter in Brasilien lieferte Waffen an Häftlinge

Der Leiter der brasilianischen Haftanstalt, in der zu Monatsbeginn 56 Insassen getötet wurden, ist abgesetzt worden.

Die Anstaltsbehörden haben offenbar Bestechungsgelder angenommen.  SN/APA (AFP)/RAPHAEL ALVES
Die Anstaltsbehörden haben offenbar Bestechungsgelder angenommen.

Er stehe unter dem Verdacht, das Einschleusen von Waffen in das Gefängnis erlaubt zu haben, sagte am Dienstag der Sicherheitssekretär des Bundesstaates Amazonas, Sergio Fontes. Zwei Häftlinge hätten mehrere Wochen vor der Revolte in Manaus in Briefen den Waffenschmuggel angezeigt. Die Anstaltsbehörden hätten Bestechungsgelder angenommen, um die Aushändigung von Waffen, Drogen und Handys an die Insassen zu erlauben, hieß es weiter. Nach dem Massaker beschlagnahmten die Sicherheitskräfte mehrere Feuerwaffen und zahlreiche Messer im Gefängnis. Die beiden Schreiber der Briefe wurden während der Revolte getötet.

In Manaus waren am 1. und 2. Jänner insgesamt 60 Häftlinge bei zeitgleichen Revolten in vier Gefängnissen ums Leben gekommen. In den folgenden Tagen wurden in Haftanstalten in anderen Städten mindestens weitere 40 Insassen getötet. Die Bundesregierung Brasiliens entsandte am Dienstag 200 Sicherheitskräfte zur Verstärkung der Bewachung der Haftanstalten in Amazonas und Roraima - den Bundesstaaten, in denen die Mehrzahl der Todesfälle verzeichnet wurde.

Quelle: Apa/Dpa

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