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Geiselnahme in Volksschule auf Philippinen unblutig beendet

Sicherheitskräfte auf den Philippinen haben eine Geiselnahme an einer Volksschule unblutig beendet. Ein Militärsprecher sagte, keine der 31 Geiseln sei verletzt. Die islamistischen Angreifer seien geflohen. Die Dschihadisten hatten zunächst einen Militärposten in dem Dorf Pigkawayan im Süden des Landes überfallen und sich dann in der Schule verschanzt. Unter den Geiseln waren auch zwölf Kinder.

Die Armee machte die Rebellengruppe Bangsamoro Islamic Freedom Fighters (BIFF) für den Angriff verantwortlich. Sie ist eine von vier bewaffneten Gruppen in der südlichen Region Mindanao, die sich zur Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) bekennen.

Das überfallene Dorf liegt rund 160 Kilometer von der Stadt Marawi entfernt, in der sich die Islamisten seit einem Monat Kämpfe mit philippinischen Regierungstruppen liefern. Hunderte Menschen wurden dabei getötet, die Stadt wurde weitgehend zerstört. Die Polizei vermutet, dass der Angriff auf Pigkawayan ein Ablenkungsmanöver war.

Auf den Philippinen kämpfen muslimische Aufständische seit vier Jahrzehnten gegen die Regierung des mehrheitlich katholischen Landes. Mehr als 120.000 Menschen wurden dabei getötet.

In der Region Mindanao, die aus der gleichnamigen großen Insel und weiteren kleineren Inseln besteht, verüben Mitglieder islamistischer Gruppen in ihrem Kampf für Unabhängigkeit oder Autonomie immer wieder Anschläge oder Überfälle.

Quelle: Apa/Dpa

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