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Gewalt in französischer Stadt Nantes nahm ab

Nach vier Nächten in Folge mit heftigen Ausschreitungen hat sich die Lage in der westfranzösischen Stadt Nantes weitgehend beruhigt. Laut Polizeiangaben brannten in der Nacht auf Sonntag 18 Autos und ein Gerät auf einer Baustelle. Es gab aber keine gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und den Sicherheitskräften wie in der Nacht davor, als 35 Autos gebrannt hatten.

18 Autos standen in Brand SN/APA (AFP)/GUILLAUME SOUVANT
18 Autos standen in Brand

Auslöser für die Krawalle war der tödliche Polizeischuss auf einen 22-Jährigen bei einer Verkehrskontrolle am Dienstagabend. Am Freitag hatte der verantwortliche Polizist Falschangaben eingeräumt. Sein Anwalt sagte, der Beamte habe anders als bisher dargestellt nicht in Notwehr gehandelt. Bei dem Schuss habe es sich um einen "Unfall" gehandelt.

Am Abend ordnete ein Untersuchungsrichter die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens gegen den Polizisten an. Der Verdacht laute auf "mutwillige Gewalt" mit Todesfolge. Der Polizist wurde zudem unter gerichtliche Aufsicht gestellt. Wegen Zweifeln an der Darstellung des Schützen ist dieser bereits seit Donnerstag in Polizeigewahrsam.

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