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Gourmet-Gastronom in USA zu Millionenstrafe verurteilt

Eine Nachlässigkeit in der Küche kommt einem französischen Gourmet-Gastronomen in New York teuer zu stehen. Ein Geschworenengericht verurteilte den Restaurantbetreiber Daniel Boulud zu einer Zahlung von 1,3 Mio. Dollar (1,2 Mio. Euro), weil ein Gast ein Stück Draht verschluckt hatte, das auf einen Teller Coq au Vin geraten war. Dies geht aus Gerichtsakten hervor.

Der Gast hatte im Februar 2015 mit seiner Frau eines von Bouluds Restaurants in Manhattan besucht. Beim Schlucken fühlte er einen fremden Gegenstand im Hals, weswegen er das Lokal verließ, wie es in den Gerichtsakten heißt. Das Drahtstück habe eine schwere Entzündung ausgelöst, die eine Notoperation erforderlich gemacht habe. Der Chirurg habe dann ein 2,5 Zentimeter langes Drahtstück entfernt, das offenbar von einem billigen Grill-Pinsel stammte.

Das Urteil der Geschworenen sieht für den Gast ein Schmerzensgeld in Höhe von 300.000 Dollar vor, seine Frau soll 11.000 Dollar bekommen. Die Strafzahlung wurde auf eine Million Dollar festgelegt. Das betroffene Restaurant wollte sich zunächst nicht dazu äußern, ob es Berufung einlegen will.

Quelle: Apa/Ag.

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