International

Großbrand in Destillerie - droht Fischsterben wegen Jim-Beam-Whiskey?

Ein Feuer in einer Lagerhalle im US-Staat Kentucky hat 45.000 Fässer Whiskey der Marke Jim Beam zerstört. Der Brand sei womöglich durch einen Blitz ausgelöst worden, teilte der Spirituosenhersteller Beam Suntory am Mittwoch mit. Verletzt wurde demnach niemand. In den Lagerhallen von Jim Beam in Kentucky werden insgesamt rund 3,3 Millionen Fässer aufbewahrt.

Whiskey-Trinker müssen sich also keine Sorgen machen, dass der Nachschub ausgehen könnte. Außerdem war der in den Fässern gelagerte Whiskey noch relativ jung. "Angesichts des Alters des verlorenen Whiskeys wird dieses Feuer die Verfügbarkeit von Jim Beam für Verbraucher nicht beeinträchtigen", erklärte Beam Suntory.

Die Umweltbehörde teilte unterdessen mit, ausgelaufener Whiskey sei bis in den Kentucky River gelangt, dem das gar nicht bekomme. Bourbonreste könnten den Sauerstoffgehalt im Wasser senken und zu einem Fischsterben führen. Außerdem verfärbe sich das Wasser, schäume und stinke.

Die Befürchtung ist durchaus begründet: Bereits im Jahr 2000 war es in der ebenfalls am Kentucky River gelegenen Wild-Turkey-Destillerie zu einem Großbrand gekommen. Damals liefen große Mengen Bourbon in den Fluss. In den Tagen danach ereignete sich das bis dahin größte Fischsterben in der Geschichte des US-Bundesstaates Kentucky. Das "Departement of Fish and Wildlife Resources" beschrieb acht Kilometer des unterhalb der Destillerie gelegenen Flusslaufes als "Todeszone".

Quelle: Apa/Ag.

Aufgerufen am 20.10.2019 um 02:04 auf https://www.sn.at/panorama/international/grossbrand-in-destillerie-droht-fischsterben-wegen-jim-beam-whiskey-72934864

Kommentare

Schlagzeilen