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Hausbesitzer vererbte Wohnungen in Tel Aviv an Mieterinnen

Ein Hausbesitzer im israelischen Tel Aviv hat alle sieben Wohnungen im Gebäude an die Mieterinnen vererbt. Der alleinstehende, kinderlose Mann sei im Alter von 56 Jahren gestorben, schrieb die Wirtschaftszeitung "Calcalist" am Freitag. Schon im Mai sei er begraben worden, aber erst jetzt wurde die Geschichte bekannt. Jede der Wohnungen sei umgerechnet fast eine halbe Million Euro wert.

Das Haus liege in einer sehr gefragten, ruhigen Straße im Zentrum von Tel Aviv. Die Küstenmetropole ist bekannt für ihre hohen Lebenshaltungskosten, vor allem bei Immobilien, und viele haben mit den Preisen zu kämpfen.

Der Mann, der als Eigenbrötler galt, habe das Gebäude nach dem Tod seiner Mutter im Jahre 2006 selbst geerbt. Der Zwei-Meter-Mann sei "immer mit gesenktem Kopf durch die Straßen gegangen, wollte niemandem in die Augen schauen", erzählte eine Nachbarin. Er habe sich allerdings immer rührend um streunende Katzen gekümmert.

Nach einem Streit mit einem Mieter habe der Hausbesitzer sich vor einigen Jahren entschieden, die Wohnungen nur noch an Frauen zu vermieten. "Das Haus und die Mieterinnen waren seine ganze Welt", sagte die Nachbarin. "Deshalb hat er ihnen wohl auch die Wohnungen vererbt."

Quelle: Apa/Dpa

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