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Hillary Clinton empfiehlt Europa Begrenzung der Einwanderung

Die frühere US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hat die Flüchtlingspolitik der deutschen Kanzlerin Angela Merkel gelobt, im Kampf gegen den Rechtspopulismus aber zugleich eine Drosselung der Migration Richtung Europa angemahnt.

Hillary Clinton. SN/AP
Hillary Clinton.

"Ich bewundere die sehr edle und mitfühlende Herangehensweise besonders von Führungskräften wie Angela Merkel", so Clinton zur britischen Zeitung "The Guardian".

Aber Europa habe nun seinen Teil geleistet und müsse deutlich machen, nicht länger Asyl und Hilfe zur Verfügung stellen zu können. Denn wenn man mit dem Migrationsproblem nicht fertig werde, werde es das Gemeinwesen weiter in Aufruhr versetzen, erklärte die ehemalige demokratische Herausforderin von US-Präsident Donald Trump.

"Ich glaube, dass Europa die Einwanderung in den Griff bekommen muss, weil das das ist, was die Flamme entzündet", sagte sie. Die Migration habe die Wähler wütend gemacht und habe zur Wahl von Donald Trump und auch dem Brexit beigetragen. Die Einwanderer seien als politisches Mittel benutzt worden und als Symbol dafür, was in der Regierung schief gelaufen sei.

Proteste in Tijuana

In der mexikanischen Grenzstadt Tijuana haben unterdessen Hunderte Migranten aus Zentralamerika demonstriert. Die Migranten marschierten am Donnerstag zur El-Chaparral-Brücke nahe des Grenzübergangs zum US-Bundesstaat Kalifornien und forderten, in die USA gelassen zu werden. Mexikanische Behördenmitarbeiter riefen die Demonstranten auf, sich auf eine Warteliste für einen Asylantrag in den USA einzutragen.

"Sie sollen uns durchlassen", sagte ein Demonstrant. "Wir sind verzweifel, wir haben unsere Familien in Honduras gelassen. Wir müssen anfangen zu arbeiten."

Indes hielt die US-Armee an der Grenze eine Großübung ab, an der Hunderte Soldaten und Polizisten und auch mehrere Hubschrauber beteiligt waren. Mit der Übung bereiteten sich die Behörden für den Fall vor, dass die Migranten über die Grenze stürmen wollen.

In Tijuana sind inzwischen rund 4.500 Menschen aus Zentralamerika angekommen, die meisten von ihnen Honduraner. Die Menschen sind vor der Armut und Gewalt in ihrer Heimat geflohen und wollen in die USA gelangen. US-Präsident Donald Trump drohte am Donnerstag erneut damit, die "gesamte Grenze" zu Mexiko zu schließen, und damit auch den Handel zu stoppen.

Quelle: Apa/Dpa

Aufgerufen am 23.09.2020 um 09:20 auf https://www.sn.at/panorama/international/hillary-clinton-empfiehlt-europa-begrenzung-der-einwanderung-61316749

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