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Höhlendrama in Thailand: Gerettete Fußballer gehen an die Öffentlichkeit

Die zwölf jungen Fußballer und ihr Trainer wollen sich nach dem glücklichen Ende des Höhlendramas in Thailand erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.

Für Mittwoch (13:00 MESZ) kündigten die Behörden eine Pressekonferenz in der Provinzhauptstadt Chiang Rai an. Dort liegt das Team bislang zur Beobachtung im Krankenhaus. Noch in dieser Woche sollen die ersten Kinder aber nach Hause dürfen.

Die Burschen hatten am 23. Juni während der Regenzeit trotz aller Warnungen einen Ausflug in eine Höhle unternommen. Dort wurden sie von Wassermassen überrascht und steckten fest.

Erst nach 17 Tagen kamen der Betreuer und die letzten vier Kinder am Dienstagabend vergangener Woche frei. Das Drama und die glückliche Rettung wurden in aller Welt verfolgt.

Hilfe, Dank und Trauer

Die zwölf aus einer Höhle geretteten thailändischen Jugendfußballer und ihr Trainer zeigten sich vor wenigen Tagen auf einem Video der Regierung. Alle Beteiligten trugen noch Mundschutz, um möglichen Infektionen vorzubeugen. Die jungen Patienten sollen im Laufe dieser Woche aus dem Spital entlassen werden.

"Wir werden das Entgegenkommen der Medien brauchen, während sich die Burschen und ihre Familien wieder an den Alltag gewöhnen", sagte Gesundheitsminister Piyasakol Sakolsatayadorn Reportern am Samstag. "Wir helfen ihnen, sie auf die Aufmerksamkeit vorzubereiten, die sie von den Medien erhalten werden."

Auf einem Video des Gesundheitsministeriums war zu sehen, wie die Burschen im Alter von 11 bis 16 Jahren ihren Rettern und der Öffentlichkeit für ihre Unterstützung danken. Die Jugendlichen sprechen in dem Video auch über Gerichte, die sie gerne essen würden. Die Ernährung der Jungen wird noch streng kontrolliert. Einige hatten während ihrer Zeit in der Höhle bis zu fünf Kilogramm abgenommen. Dort hatten sie seit dem 23. Juni ausharren müssen, nachdem ihnen eine Sturzflut den Weg nach draußen abgeschnitten hatte.

Der thailändische König Maha Vajiralongkorn erließ am Samstag ein Dekret zu Ehren des bei der Rettungsaktion umgekommenen Tauchers. Er ernannte den verunglückten Saman Kunan posthum zum Kapitänleutnant und ehrte ihn mit dem Weißen Elefantenorden erster Klasse.

Der 37 Jahre alte Taucher war am Freitag vor einer Woche ums Leben gekommen. Dem ehemaligen Soldaten der Spezialeinheit Navy Seals, der zuletzt als Sicherheitsmann arbeitete, ging bei einem Tauchgang die Luft aus. Inzwischen wird er in seiner Heimat wie ein Held verehrt.

Auch ein Denkmal für den mutigen Retter ist schon geplant. Eine überlebensgroße Skulptur soll im Waldpark Tham Luang-Khun Nam Nang Non errichtet werden, in dem die Höhle liegt, aus der die jungen Fußballer gerettet wurden. Der renommierte thailändische Bildhauer Chalermchai Kositpipat kündigte am Freitag an, das Denkmal aus eigener Tasche zu bezahlen, wie das Online-Portal der Zeitung "Bangkok Post" berichtete.

Die spektakuläre Rettung selbst könnte zudem bald auf der großen Leinwand laufen. Solch ein Film könne Millionen Menschen weltweit inspirieren, sagte Michael Scott, Geschäftsführer der US-amerikanischen Produktionsfirma Pure Flix Entertainment, am Dienstag in einer Videobotschaft auf Twitter.

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