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Hubschrauber rettete vier Menschen nach 28 Tagen im Pazifik

Ein Hubschrauber-Pilot hat im Pazifik zufällig vier Menschen in Seenot entdeckt und sie von ihren Booten gerettet, von denen eines seit vier Wochen über das Meer trieb. Das "Marshall Islands Journal" berichtete am Donnerstag, der Pilot sei im Auftrag von Fischern auf der Suche nach Thunfischen gewesen. Am vergangenen Wochenende entdeckte er dabei einen Jugendlichen und drei Angler in Seenot.

Die Fischer stammen vom Inselstaat Kiribati (Archivbild).  SN/picturedesk
Die Fischer stammen vom Inselstaat Kiribati (Archivbild).

Die beiden Boote der vier Unglücksfahrer hatten in Kiribati abgelegt, das etwa 650 Kilometer weit weg von der Stelle im Meer liegt, wo der Hubschrauber-Pilot sie entdeckte. Einer der vier litt an leichter Dehydration, die anderen waren wohlauf. Alle wurden ins Krankenhaus in Majuro gebracht, der Hauptstadt der Marschallinseln.

Der 14-jährige Jugendliche trieb bereits elf Tage ohne Essen übers Meer, wie der Kapitän des Fischkutters berichtete, der die vier Menschen in Seenot aufnahm und an Land brachte. Die drei Angler waren fast einen Monat lang unterwegs und ernährten sich demnach in der Zeit von Fischen. Die beiden Boote waren nur acht Kilometer voneinander entfernt in Seenot, bemerkten einander jedoch nicht bis zu ihrer Rettung.

Im Pazifik liegen viele kleine Inseln weit voneinander entfernt. Deswegen sind Vorfälle dieser Art nicht selten. Im Jänner 2014 tauchte ein Fischer auf den Marschallinseln auf, der 13 Monate zuvor an Mexikos Westküste abgelegt hatte und in Seenot geraten war. Er ernährte sich nach eigenen Angaben von Vögeln, Fischen und trank Schildkrötenblut. Sein Begleiter starb auf der Fahrt.

Quelle: Apa/Dpa

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